Ford bietet werkseitige Autogas-Umrüstung ab Februar 2008 an

Ab Februar 2008 komplettiert Ford sein Angebot an alternativer Antriebstechnik. Dann nämlich bieten die Kölner auf Flüssiggasbetrieb umgerüstete Versionen der beiden Kompaktmodelle Focus und C-MAX an. Dank vollelektronisch geregelter LPG-Anlage laufen deren 2,0-Liter-Motoren alternativ mit Flüssiggas oder Superbenzin. Insgesamt bietet Ford damit nun für Focus und C-MAX drei umweltfreundliche Antriebskonzepte: Neben Erdgas- und Autogas-Versionen werden für die Kompakten auch Flexifuel-Motoren angeboten, die Bio-Ethanol oder Superbenzin schlucken.

Auf großer Fahrt
Im Focus gibt es die Autogas-Anlage für fast alle Karosserievarianten. Einzige Ausnahme: der Viertürer. Der zusätzliche Flüssiggas-Tank fasst rund 42 Liter und wird in die Reserveradmulde eingebaut. Dieser Vorrat reicht laut Ford für rund 400 Kilometer Fahrt im Gasmodus. Wer danach noch den 55-Liter-Tank für Superkraftstoff leert, soll insgesamt also rund 1.100 Kilometer weit kommen.

Fakten und Preise
Der Aufpreis für den Umbau beträgt bei allen Modellen glatte 2.500 Euro. Als Dreitürer in ,Ambiente"-Ausstattung kostet der LPG-Focus also 20.600 Euro. Die Preise für den umgerüsteten C-MAX starten bei 23.100 Euro. Wer auf die günstige Benzin-Alternative umsteigen will, muss im Focus ein Mehrgewicht von rund 70 Kilogramm in Kauf nehmen. Die Leistungseinbußen im Gasmodus sind hingegen bescheiden: Der Motor bringt es auf 140 statt 145 PS, und die Höchstgeschwindigkeit des dreitürigen Focus sinkt von 205 auf 200 km/h. Den LPG-Verbrauch schließlich gibt Ford mit 10,4 Liter auf 100 Kilometer an. Im Benzinmodus soll sich der Focus auf derselben Strecke 7,1 Liter Super genehmigen. Klarer Vorteil: Flüssiggas ist mit einer deutlich geringeren Steuerlast als Diesel oder Benzin belegt und kostet derzeit rund 70 Cent pro Liter. Für 100 Kilometer werden im LPG-Focus somit rund 7,30 Euro reine Kraftstoffkosten fällig – im Benzinmodus sind es rund 9,60 Euro.

Bildergalerie: Ford: Autogas im Focus