Einsatz des Fahrzeugs ab 2009 in der American Le Mans Series geplant

Der Rennsport gehört bei den Bayerischen Motorenwerken zur Tradition. Auch in den USA gelang es BMW, bereits mehrere Titel zu gewinnen. So siegte gerade einmal zwei Wochen nach der Gründung von BMW Nordamerika im März 1975 ein BMW CSL bei den 12 Stunden von Sebring. Nun soll die Rennversion des neuen BMW M3 an jene glorreichen Zeiten anknüpfen. Im Rahmen der vom 6. bis zum 17. Februar stattfindenden Chicago Auto Show wurde diese erstmals vorgestellt.

Acht Zylinder und 485 PS
Das neue Rennfahrzeug basiert auf der kürzlich vorgestellten vierten Generation des BMW M3. Anstelle der serienmäßigen 420 PS bringt es der überarbeitete Achtzylinder-Saugmotor in V-Form auf 485 PS. Die Motorblöcke des auf den Namen P65 hörenden Aluminium-Aggregats werden in der BMW-Leichtmetallgießerei in Landshut gefertigt, aus der auch die aktuellen Formel-1-Motoren kommen. Unverändert blieb der Hubraum von 3.999 Kubikzentimeter, jedoch stieg neben der Leistung auch das Drehmoment auf 500 Newtonmeter an.

Einsatz intelligenter Steuersysteme
Hinsichtlich der Motorsteuerung und des Energiemanagements greift BMW für den Renn-M3 auf intelligente Steuersysteme zurück. Die Steuerung des P65-Motors übernimmt ein von BMW Motorsport eigenentwickeltes Motorsteuergerät mit zwei leistungsstarken Mikroprozessoren und zylinderselektiver Einspritzung und Zündung. Ein Leistungssteuergerät kontrolliert die elektrische Energieverteilung im Auto. Die herkömmliche Relais- und Sicherungstechnik entfällt, woraus eine erhebliche Gewichtsersparnis resultiert.

Leichtbau durch Kohlefaser
Apropos Gewichtsersparnis: Um diese in allen Bereichen des Fahrzeugs zu erzielen, wurde kohlefaserverstärkter Kunststoff, auch CFK genannt, im großen Umfang verbaut. So bestehen im Rennwagen die Front- und Heckschürze, die Motorhaube, das Dach, Heckdeckel und –spoiler, die vorderen Kotflügel und die hinteren Kotflügelverbreiterungen aus CFK. Zugleich wurde die Komfortausstattung zugunsten eines Sicherheitskäfigs entfernt. Insgesamt wurde das Gewicht so von 1.655 Kilogramm der Serienversion auf nun 1.150 kg reduziert.

Ab 2009: Start bei Langstreckenrennen
Um für die langen Renndistanzen in der American Le Mans Series (ALMS) gerüstet zu sein, besitzt der Renn-M3 einen 110 Liter fassenden Tank. Zunächst wird das Fahrzeug eine intensive Testphase durchlaufen. Ab dem Jahr 2009 sollen die Fahrzeuge dann vom US-amerikanischen Team Rahal Letterman in der ALMS eingesetzt werden. Neben den 12 Stunden von Sebring steht unter anderem auch ein Rennen in Laguna Seca auf dem Programm. Bereits zwischen 1999 und 2001 errang BMW in der ALMS Siege in der Prototypenklasse, mit dem damaligen M3 GTR gelang es 2001 sogar, den Titel in der GT-Klasse zu gewinnen.

BMW M3 als Rennversion