Noch ein Clubsportler für den Wörthersee: Audi TT clubsport quattro mit 300 PS

Wirklich neu ist die Idee zum kompromisslosen Speedster auf TT-Basis nicht: Bereits 2007 stellte Audi eine Studie namens TT clubsport quattro auf dem GTI-Treffen am Wörthersee vor. Im Jahr 2008 bringen die Ingolstädter eine etwas seriennahere Version des offenen Sportwagens zum österreichischen Tuning-Treff. Von außen ähneln sich der alte und der neue clubsport noch stark: Sowohl die voluminösen Kotflügelverbreiterungen als auch die wuchtige Front mit den großen Lufteinlässen links und rechts sind an beiden Modellen zu finden. Allerdings sitzt beim aktuellen clubsport das Audi-Logo nicht mehr auf der Haube. Es ist in den – ebenfalls geänderten – Singleframe-Grill gewandert, der nun serienähnlicher ist und von einer Kunststoffplanke für das vordere Nummernschild geteilt wird.

Tribut an die Vernunft
Auffälligstes Unterscheidungsmerkmal ist jedoch die Verglasung. Die ist bei beiden ähnlich spärlich, allerdings hatte die erste TT-Studie keine A-Säulen: Bei ihr läuft der gekappte Pseudo-Windschutz von der Front gebogen in die Flanken und verschmilzt dort praktisch nahtlos mit den noch flacher abfallenden Seitenscheiben. Bei der 2008er-Variante gibt's hingegen eine stabilisierende und deutlich sichtbare A-Säule. Diese lässt den Wagen optisch zwar weniger luftig und leicht erscheinen, soll aber zusammen mit den beiden silberfarbenen Überrollbügeln die Insassen im Fall eines Überschlags schützen.

Nicht ganz so verspielt
Der Innenraum des neuen TT clubsport gibt sich deutlich seriennaher als das Interieur der alten Studie. So kommt etwa eine reguläre Schaltkulisse für das Doppelkupplungsgetriebe S-tronic zum Einsatz. Im Ur-clubsport war noch die edlere, aus dem R8 entlehnte Version verbaut. Auch das Armaturenbrett ist wesentlich näher dran am regulären TT. Gags wie das MP3-Player-Bedienfeld in der mittleren Belüftungsdüse hat der aktuelle clubsport nicht zu bieten. Die Instrumente schließlich haben zwar eine etwas geänderte Grafik und eine Beleuchtung in coolem Weiß, allerdings sind sie nicht so einzigartig gestylt wie die komplett modifizierten Uhren des 2007er-Showcars.

Vorsprung durch Technik
Beim Thema Antrieb ist dann Schluß mit Unterschieden: Sowohl der 2007er als auch der 2008er clubsport quattro werden von einer gründlich aufgemotzten Version des 2.0 TFSI angetrieben. In seinem gewohnten Umfeld, dem Audi S3, leistet der Turbo-Benziner 265 PS. Für den heißen TT haben die Techniker ihn noch einmal überarbeitet und dabei insgesamt 300 PS aus dem Treibsatz herausgekitzelt. Die Kraft läuft über das Doppelkupplungsgetriebe und, dank quattro-Antrieb, weiter an alle vier Räder. Mit den 19-Zoll-Felgen und extrabreiten Reifen im Format 255/35 dürfte die Power auch problemlos auf den Asphalt gelangen. Zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Fahrdynamik sind die um 66 Millimeter verbreiterte Spur und der Diffusor, der den serienmäßigen Heckspoiler unterstützt. Eingebremst wird der TT clubsport von denselben rundum belüfteten Stoppern, die auch beim neuen Audi TTS zum Einsatz kommen.

Produktion nicht ausgeschlossen
Genau wie der letztjährigen Studie bescheinigt Audi auch dem 2008er TT-Speedster die grundsätzliche Serientauglichkeit. Allerdings sprechen die Ingolstädter von einer limitierten Auflage – als Pate für eine neue Ausstattungslinie ist der puristische Flitzer sicher nicht geeignet. Wann genau es soweit sein könnte, und was ein solcher Serien-clubsport kosten würde, verrät Audi allerdings immer noch nicht.

Bildergalerie: Audi TT clubsport quattro