Langstrecken-Racer mit 325 PS: Premiere des Scirocco GT24 beim GTI-Treffen

Einstieg nach Maß für den neuen Volkssportler aus Wolfsburg. Lange bevor der Scirocco im Herbst 2008 zu den Kunden kommt, tritt das Coupé am 24. und 25. Mai zu seiner Feuertaufe an. Beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife schickt VW Motorsport nämlich eine für die Rennstrecke präparierte Version des Scirocco über den legendären Kurs in der Eifel. Eine zweisitzige Renntaxi-Variante des blauen Flitzers präsentiert Volkswagen schon zwei Tage vor Rennstart im Rahmen des traditionellen GTI-Treffens am österreichischen Wörthersee.

325 PS aus zwei Liter Hubraum
Auf motorischer Seite ist der Langstreckenrenner nicht übermäßig weit von der Serie entfernt: Zum Einsatz kommt nämlich ein modifiziertes 2,0-Liter-TFSI-Triebwerk, das in der Serie auch Golf GTI oder Audi S3 befeuert. Für die grüne Hölle jedoch wurde dem Aggregat nochmals eine Leistungsspritze verpasst: Während die derzeit stärkste Serienvariante des Turbo-Benziners im Audi TTS 272 PS leistet, wird der Renn-Rocco von 325 Pferdchen auf Trab gebracht, die bei 6.500 Umdrehungen anliegen. Typisch für den TFSI: Auch der Motorsport-Treibsatz stellt sein maximales Drehmoment von 340 Newtonmeter bereits bei moderater Drehzahl bereit – in diesem Fall sind es 2.100 Touren. Für stressfreies Schalten im Kurvenlabyrinth der Eifel ist der Scirocco mit dem VW-Doppelkupplungsgetriebe DSG ausgerüstet. Genau wie sein zivilerer Bruder – und trotz der hohen Motorleistung – setzt übrigens auch der Renn-VW auf Frontantrieb. VW-Motorsport-Repräsentant und Scirocco-Pilot Hans-Joachim Stuck attestiert dem Renner allerdings ein beeindruckend hohes Gripniveau an der Vorderachse.

Alles unter Kontrolle
Der gewaltigen Power des Vierzylinders setzen die Techniker eine Rennbremsanlage vom Spezialisten AP Racing entgegen. Dank üppig dimensionierter, geschlitzter Scheiben sollen die Stopper auch den mörderischen Dauereinsatz eines 24-Stunden-Rennens klaglos überstehen. Im Innenraum erinnert nicht mehr viel an den Serien-VW: Ein eingeschweißter Käfig nach FIA-Norm sorgt für zusätzliche Steifigkeit und Sicherheit. Eine Recaro-Rennschale mit Kopfprotektor, der Sechspunktgurt, die Feuerlöschanlage und das für Rennwagen typische digitale Kombiinstrument runden die Umbaumaßnahmen im Interieur ab. Insgesamt geht VW mit drei Sciroccos und zwölf Piloten an den Start. Neben ,Stritzl" Stuck werden unter anderem die Rallye-Legende Carlos Sainz und Dr. Ulrich Hackenberg, VW-Vorstand für technische Entwicklung, ins Volant greifen.

Für die Tuning-Fans
Im VW-Gepäck für den Wörthersee befindet sich noch ein weiteres Scirocco-Highlight – das ,Sport & Style"-Paket von VW Zubehör. Es enthält ein komplettes Umbaukit für die Karosserie des Serien-Sportlers, bestehend aus Frontlippe, Seitenschwellern und Heckschürze mit Diffusor-Einsatz. Dazu bietet der hauseigene VW-Veredler noch schwarze Lackfolie fürs Coupé-Dach an. Einen so aufgemotzten Scirocco, der zusätzlich auf 19-Zoll-Felgen des VW Phaeton und 235er-Reifen steht, werden die Wolfsburger den Fans erstmals beim GTI-Treffen präsentieren.

VW Scirocco GT24