Sonderedition mit über 400 PS spurtet in 3,8 Sekunden auf Tempo 100

295 PS, 366 Newtonmeter und von null auf hundert in 5,4 Sekunden – das sind die sportiven Fahrwerte des Mitsubishi Lancer Evolution X. Doch wem das nicht genug ist, für den packt der japanische Hersteller jetzt noch einmal über 100 Pferdestärken obendrauf. Lancer Evolution X FQ-400 nennt sich das neue Renngeschoss, das sowohl für den Einsatz auf der Straße als auch für die Rallyepiste konzipiert ist.

Schnellster Evo aller Zeiten
Die schnellste und extremste Lancer-Evolution-Version aller Zeiten wird von einem rund 409 PS starken Zweiliter-Aggregat angetrieben. Ein neuer Turbolader und modifizierte Einspritzdüsen sorgen für das deutliche Plus an Leistung im Vergleich zum herkömmlichen Evo. Das maximale Drehmoment wächst auf stolze 525 Newtonmeter an. Für den Sprint auf Tempo 100 soll der FQ-400 nur beeindruckende 3,8 Sekunden benötigen. Damit spielt er in derselben Liga wie ein Mercedes SLR McLaren und hängt sogar einen Porsche 911 Turbo oder einen Audi R8 5.2 FSI quattro ab. Die Höchstgeschwindigkeit der japanischen Rennlimousine wird elektronisch abgeregelt – bei 250 km/h.

Allradtechnologie S-AWC
Die Kraft wird über die Allradtechnologie S-AWC (Super All Wheel Control) auf den Asphalt gebracht. Um die verfügbaren Traktionsreserven optimal zu nutzen, koordiniert dieser Antrieb vier Hauptsysteme: Das aktive Mittendifferenzial ACD (Active Center Differential) verteilt das Antriebsmoment mittels einer elektronisch geregelten Lamellenkupplung situativ zwischen Vorder- und Hinterachse. Die ,Active Yaw Control" (AYC) erkennt ein eventuelles Unter- beziehungsweise Übersteuern des Fahrzeuges und stellt durch die situationsgerechte Verteilung des Antriebsdrehmoments der Hinterachse zwischen rechtem und linkem Rad die bestmögliche Traktion her. Komplettiert wird S-AWC durch die bekannten Sicherheitssysteme ABS und die elektronische Stabilitätskontrolle ASC. Der Fahrer kann das Setup des Allradantriebs zudem an den jeweiligen Untergrund anpassen – Asphalt, Schotter oder Schnee.

Aggressives Bodykit
Äußerlich unterscheidet sich der FQ-400 vom herkömmlichen Lancer Evolution unter anderem durch ein noch aggressiveres Bodykit, zusätzliche Luftein- und -auslässe an Front und Heck sowie Hochdruck-Gasentladungslampen (HID Lights) vorne. Statt einer Doppelauspuffanlage gibt es ein großes, mittig platziertes Endrohr, das in den veränderten Heckdiffusor integriert ist. Außerdem gibt es Neunspeichen-Alufelgen in 18-Zoll-Größe, eine modifizierte Bremsanlage, Federn von Eibach sowie Bilstein-Stoßdämpfer. Recaro-Schalensitze, ein spezieller FQ-400-Handbremshebel und ein Schaltknauf aus Karbon sorgen für ein sportliches Interieur.

Kein Verzicht auf Sicherheit und Komfort
Trotz der sportlichen Ausrichtung müssen die Passagiere nicht auf Sicherheit und Komfort verzichten: So kommt der FQ-400 serienmäßig mit sieben Airbags, einer Audioanlage mit 30-Gigabyte-Festplatte, einem DVD-Navigationssystem und einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Zunächst wird der Lancer Evolution FQ-400 ausschließlich in England angeboten. Dort kommt er im Juni 2009 für 49.999 britische Pfund auf den Markt – umgerechnet knapp 55.000 Euro. Eine Einführung in Deutschland ist momentan nicht vorgesehen.

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