Aufwendiger Motorumbau treibt VW-Kompaktsportler zu Höchstleistungen

Der Golf VI R ist ab Werk die schärfste Variante des Wolfsburger Kompaktwagens. Die 270 PS und 350 Newtonmeter Drehmoment der 2.0-TFSI-Maschine hören sich im ersten Moment nicht schlecht an. Stellt man allerdings die Leistungsdaten des Golf R von Wimmer RS gegenüber, relativiert sich das schnell. Das RS im Firmennamen steht für Rennsporttechnik Solingen. Entsprechend aufwendig fällt dann auch der Motorumbau des Kompaktsportlers aus.

Umfangreiches Motor-Tuning
Die fünfte und höchste Stufe der Wimmer-Leistungssteigerungen beinhaltet eine hauseigene Motorelektronik, einen Turboladerumbau inklusive Abgaskrümmer, geänderte Einspritzdüsen, einen Umbau der TFSI-Einheit, einen Pleuel-Umbau, geänderte Schmiedekolben und eine Zylinderkopfbearbeitung. Dazu kommen ein großer Ladeluftkühler, ein Zusatzölkühler, eine geänderte Luftansaugung, ein Umbau der Kurbelwelle, eine andere Ölpumpe, eine zweite Vorförderpumpe und Sportnockenwellen. Abschließend montiert Wimmer eine Sportauspuffanlage aus Edelstahl, einen Sportkatalysator sowie eine Rennsportkupplung von Sachs.

Fahrzeugpreis fast verdoppelt
Die schier endlos scheinende Liste an Maßnahmen schürt hohe Erwartungen. Und die Solinger enttäuschen nicht: Sie geben eine Leistung von 478 PS an und ein maximales Drehmoment von 610 Newtonmeter. Mit dieser Urgewalt soll der Golf 291 km/h erreichen. Für den Sprint von null auf 200 km/h gibt Wimmer 12,1 Sekunden an. 34.600 Euro kosten die Änderungen inklusive Montage. Damit verdoppelt sich der Fahrzeugpreis fast: Den Golf R gibt es ab 36.825 Euro.

Fahrwerke und Hochleistungsbremse
Beim Motortuning muss es nicht bleiben. Fahrwerksfedernsätze ab 250 Euro und Gewindefahrwerke ab 1.420 Euro sollen das Fahrverhalten des Golf verbessern. Auf Wunsch verbaut der Tuner eine Hochleistungsbremsanlage für Vorder- und Hinterachse, die 4.800 Euro kostet.

Superscharf