Zonda R brennt eine Super-Zeit in den Eifel-Asphalt

Die Jagd der der ultimativen Bestzeit auf der Nordschleife des Nürburgrings hat einen neuen Spitzenreiter bei den seriennahen Sportwagen hervorgebracht. Der Pagani Zonda R umkreiste die 20,83 Kilometer der ,Grünen Hölle" in unglaublichen sechs Minuten und 47 Sekunden. Die absolute Bestzeit hält übrigens seit dem Jahr 1983 Stefan Bellof im Porsche 956 mit 6:11 Minuten. Im Vergleich zur Straßenvariante wurde der Pirelli-bereifte Zonda R allerdings umfassender überarbeitet, als es der simple Namenszusatz vermuten lässt.

Länger als die Serie
So wuchs etwa der Radstand des Zonda R um mehr als fünf Zentimeter und auch die Gesamtlänge fällt mit 4.886 Millimeter deutlich großzügiger als beim 45 Zentimeter kürzeren Serienmodell aus. Den Raumgewinn nutzen die Pagani-Ingenieure für umfangreiche Modifikationen an der Aerodynamik. Am Heck macht sich ein extragroßer Diffusor breit, der von einem verstellbaren Flügel im Biertresenformat bei der Arbeit unterstützt wird. Auch die Nase des italienischen Schönlings wurde überarbeitet und mit einem noch größeren Splitter versehen.

Mächtig Dampf
Wie im Hause Pagani üblich, setzt auch die Rekordversion auf einen AMG-Motor als Kraftquelle. Schon in der Serie entwickelt der 7,2-Liter-V12 mit 650 PS infernalische Kräfte. Für die Rennsport-Variante wurde der Hubraum um 1,2 Liter beschnitten, dafür aber die Nenndrehzahl erhöht. Im Ergebnis bedeutet dies eine Leistung mit 750 PS und ein maximales Drehmoment von 710 Newtonmeter. Die Kraftübertragung übernimmt ein sequenzielles, automatisiertes Sechsganggetriebe, das dank seines Magnesiumgehäuses auch zum niedrigen Gewicht des Zonda R beiträgt.

Renner auf Diät
Dank umfangreicher Leichtbaumaßnahmen wie einem Karbon-Titan-Chassis, einer neu entwickelter Motorenhalterung sowie geschmiedeten Aufhängungselementen und Verschraubungen aus Titan ist der Pagani ein wahrer Leichtfuß: Der Hersteller nennt als Trockengewicht 1.070 Kilogramm. Das soll reichen, um den flachen Boliden in 2,7 Sekunden von null auf 100 zu beschleunigen und bei entsprechenden Spoilereinstellungen über 350 km/h schnell rennen zu lassen.

2.316 Euro pro PS
Ebenso krass wie die Performance fällt natürlich auch der Preis des Rekord-Renners aus: Nicht weniger als 1,7 Millionen Euro wollen die Italiener für einen Zonda R überwiesen bekommen. Die Kunden dürfte dies aber ebenso wenig stören wie die fehlende Straßenzulassung.

Ring-Brenner