Vier V6-Motoren, Allrad- oder Frontantrieb und viel Hightech

Auf der Detroit Motor Show 2009 zeigte Audi den Sportback concept, nun wurde die Serienversion namens A7 Sportback präsentiert. Wir waren am 26. Juli bei der Premiere in der Münchner Pinakothek der Moderne und haben uns informiert.

Etwas konventioneller als die Studie
Im Vergleich zur Studie sind die Scheinwerfer des Serienmodells nicht ganz so schmal, die Lufteinlässe schneiden nicht so tief ins Metall und das Heck wirkt im unteren Bereich weniger sportlich. Das fünftürige Coupé ist mit 4,97 Meter etwa vier Zentimeter länger als der A6. Der cW-Wert liegt bei 0,28. Der Spoiler am Gepäckraumdeckel fährt bei 130 km/h automatisch aus und bei 80 km/h wieder ein.

2.8 FSI, 3.0 TFSI und zwei 3.0 TDI
Der A7 Sportback basiert auf dem kommenden A6. Zum Start sorgen vier V6-Motoren für den Antrieb, zwei Benziner und zwei Diesel. Achtzylinder soll es nicht geben, Vierzylinder könnten aber noch nachgereicht werden. Alle Motoren werden mit Bremsenergie-Rückgewinnung und Start-Stopp-System kombiniert. Der 2.8 FSI mit 204 PS besitzt das Valvelift-System, das den Hub der Einlassventile variiert und damit die Drosselverluste verringert. Audi kombiniert den Motor mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe S tronic und Allradantrieb. So verbraucht das Auto 8,0 Liter pro 100 Kilometer. Der 3.0 TFSI kommt mit seinem Kompressor auf 300 PS und ist ebenfalls an die S tronic und den quattro-Triebstrang gekoppelt. Den Normverbrauch gibt Audi mit 8,2 Liter pro 100 Kilometer an. Der neu entwickelte 3.0 TDI steht in zwei Varianten zur Wahl. Die 245 PS starke Version wird mit S tronic und quattro-Antrieb kombiniert. Der Verbrauch liegt laut Audi bei 6,0 Liter auf 100 Kilometer. Die etwas später folgende zweite Version des 3.0 TDI leistet 204 PS. Mit Frontantrieb und dem stufenlosen Automatikgetriebe Multitronic verbraucht der Motor 5,3 Liter pro 100 Kilometer.

Multitronic und S tronic
Anders als der A5 und der A6 ist der A7 Sportback nicht mit Handschaltung erhältlich, sondern ausschließlich mit zwei Automatikgetrieben: die mit Frontantrieb kombinierte Multitronic sowie das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe S tronic, das stets mit dem Allradantrieb kooperiert.

quattro mit Kronenrad-Differenzial
Der Allradantrieb kommt in der neuen Form mit Kronenrad-Mittendifferenzial und radselektiver Momentensteuerung zum Einsatz, die jüngst im RS 5 Premiere feierte. Die Standard-Auslegung ist mit der Relation 40:60 sportlich heckbetont. Bei Bedarf strömen bis zu 70 Prozent nach vorn und bis zu 85 Prozent nach hinten. Auf Wunsch verteilt beim quattro ein Sportdifferenzial die Kräfte aktiv zwischen den Hinterrädern. Der A7 Sportback rollt auf Rädern von 18 bis 20 Zoll Durchmesser. Er besitzt eine neue elektromechanische Servolenkung.

Drei Stahlfederungen und Luftfederung
Das Fahrwerk basiert auf einer Fünflenker-Vorderachse und einer Trapezlenker-Hinterachse. Neben dem Serienfahrwerk werden ein Sportfahrwerk, ein nochmals strafferes quattro-Sportfahrwerk sowie eine Luftfederung mit geregelten Stoßdämpfern angeboten. Ein weiteres Highend-Feature ist Audi drive select. In seiner Serienversion bindet das System das Automatikgetriebe, die Servolenkung und die Motorsteuerung ein. Der Fahrer kann die Arbeitsweise dieser Komponenten in den vier Stufen comfort, auto, dynamic und individual steuern. Optional lassen sich auch die Luftfederung Adaptive Air Suspension, der Allradantrieb quattro mit Sportdifferenzial und das Lichtsystem Adaptive Light einbinden.

Premiere bei Audi: Head-up-Display
Der A7 Sportback hat Rundinstrumente mit roten Zeigern sowie einen Bordcomputer, der Spritspartipps gibt und zeigt, wie viel einzelne Systeme zum Verbrauch beitragen. Der Bordmonitor, serienmäßig mit 6,5 Zoll Diagonale, fährt beim Einschalten der Zündung aus dem Armaturenbrett aus. Die Handbremse wird elektromechanisch betätigt. Auf Wunsch liefert Audi den A7 Sportback mit Head-up-Display: eine Premiere für die Ingolstädter. Es projiziert Daten als Symbole und Ziffern auf die Frontscheibe – etwa die Geschwindigkeit, die Navigationspfeile oder die Anzeigen.

Vier Einzelsitze
Neben den Standardsitzen gibt es Komfortsitze mit Belüftung sowie Massagefunktion und Sportsitze mit ausgeprägten Wangen. Im Fond befinden sich zwei Einzelsitze. Der Kofferraum bietet 535 bis 1.390 Liter Volumen. Die Heckklappe öffnet sich elektrisch. Die Abdeckung des Gepäckraums ist zweigeteilt: Ihr kurzes Segment ist mit der Karosserie, das lange mit der Klappe verbunden. Xenonscheinwerfer und LED-Heckleuchten sind Serie. Optional liefert Audi das Adaptive Light, das stets die passende Ausleuchtung bieten soll. Auf Wunsch gibt es LED-Scheinwerfer.

Vielseitiger Abstandstempomat
Der neue Abstandstempomat mit Stop&Go-Funktion nutzt die Daten der Radarsensoren, einer Videokamera und der Ultraschallsensoren, bezieht Navigationsdaten mit ein und wertet auch die Blinkeraktivität sowie den Lenkwinkel aus. Die Arbeitsweise des Abstandstempomaten wird über das Multimedia Interface (MMI) eingestellt. Außerdem gibt es einen Totwinkelassistenten, eine Verkehrszeichenerkennung, einen Nachtsichtassistenten, das unfallvorbeugende Sicherheitssystem Pre Sense in verschiedenen Varianten, einen aktiven Spurverlassenswarner sowie einen Parkassistenten.

Touchpad wie im A8
Wie beim A8 wird ein Touchpad angeboten, über das das Navigationsziel oder eine Telefonnummer eingegeben werden kann, indem man Buchstaben und Ziffern aufs Bedienfeld zeichnet. Ein weiteres Highlight sind die Online-Dienste, die zum Beispiel Nachrichten aus dem Internet ins Fahrzeug holen. Außerdem gibt es ein Lederpaket, diverse Dekoreinlagen, ein S-line-Sportpaket sowie ein S-line-Exterieurpaket. Messepremiere hat das Auto auf dem Pariser Autosalon (2. bis 17. Oktober 2010). Die Auslieferung des A7 Sportback beginnt im Herbst 2010, der Grundpreis liegt bei 51.650 Euro (2.8 FSI), für den 3.0 TFSI zahlt man 58.600 Euro und für den 245 PS starken 3.0 TDI sind 58.100 Euro fällig.

Bildergalerie: Audi A7 Sportback