Leichtbauvariante des M3 kommt als Sondermodell

Lange, sehr lange mussten die Fans warten – jetzt ist es endlich soweit: Es gibt wieder eine Leichtbauvariante des BMW M3. Sie bekommt nicht den ruhmreichen Namenszusatz ,CSL" sondern nennt sich modern ,CRT" (Carbon Racing Technology). Für Vortrieb sorgt in dem erleichterten Wagen der Motor aus dem M3 GTS. Damit geht es in 4,4 Sekunden von null auf 100 km/h.

Highend-Leichtbau
BMW arbeitet schon lange am Einsatz von carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK). Das aus Kohlefaserfäden gefertigte Rohmaterial kann jetzt zu CFK-Matten beliebiger Größe verwoben und anschließend mit Kunstharz getränkt werden. Auf diese Weise entsteht die Motorhaube des neuen M3 CRT: Zwei CFK-Schalen umschließen eine Aramid-Wabe. Eine solche Motorhaube ist genauso fest wie eine Haube aus Stahl, wiegt aber nur halb soviel wie ein ähnliches Bauteil aus Aluminium. Auch bei den Sitzschalen wird Gewicht gespart: Hier umschließen CFK-Schalen eine Wabe aus Recyclingpapier.

Leichtigkeit mit Tradition
Der Einsatz von ultimativen Leichtbaumaterialien hat bei BMW M Tradition. So ist der BMW 3.0 CSL aus den 1970er-Jahren bei den Fans genauso unvergessen wie der M3 CSL von 2002. Auch das bis 2010 gebaute M6 Coupé und der aktuelle M3 sind mit Leichtbaukomponenten unterwegs: Ihre Dächer bestehen aus CFK.

Alles ein bisschen anders
Nicht nur die Motorhaube und die Sitze sind beim M3 CRT speziell. Der Wagen ist mit einer leichten Sportabgasanlage aus Titan unterwegs und bekommt eine individuell abgestimmte Schallisolierung. Im Fond werden zwei Einzelsitze verbaut, der Wagen ist also für vier Personen gedacht. An Ausstattung wird es dem CRT-Kunden nicht mangeln: Das M-Doppelkupplungsgetriebe, das Navigationssystem Professional, das High-End-Audiosystem und die Alarmanlage sind nur Beispiele der Serienausstattung.

Bessere Gewichtsverteilung
Trotz der reichhaltigen Serienausstattung liegt der M3 CRT mit einem Leergewicht von 1.580 Kilogramm um 45 Kilogramm unter der regulären M3 Limousine. Ausstattungsbereinigt ergibt sich ein Gewichtsvorteil von 70 Kilogramm, so BMW. Die Gewichtsreduzierung führt zudem dazu, dass jetzt rund 48 Prozent des Gewichtes auf der Hinterachse liegen – was zu einer noch besseren Kurvenagilität führen soll.

M(ehr) Power
Unter der ultraleichten Haube des M3 CTR lässt der V8 aus dem M3 GTS seine Kurbelwelle rotieren. 450 PS liegen bei 8.300 U/min an, das maximale Drehmoment von 440 Newtonmeter ist bei 3.750 U/min erreicht. Die Schaltcharakteristik des siebengängigen Doppelkupplungsgetriebes wurde speziell auf den CRT abgestimmt. Per Schaltwippen kann der Fahrer manuell die Gänge wechseln und für den perfekten Rennstart gibt es eine Launch Control.

Rennsport-Fahrwerk
Auch in Sachen Fahrwerk ist beim CRT alles vom Feinsten. Ein Gewindefahrwerk mit in Zug- und Druckstufe unabhängig voneinander verstellbaren Dämpfern wird genauso montiert wie ein zusätzlicher Hinterachsträger. Gebremst wird mit einer Sechs-Kolben-Festsattel-Compoundbremsanlage. Die Größe der belüfteten Bremsscheiben beträgt vorne 378 x 32 Millimeter und hinten 380 x 28 Millimeter. Eine 19-Zoll-Bereifung gehört zum Serienumfang. Sowohl das ESP als auch das ABS wurden auf die speziellen Anforderungen des CRT abgestimmt. Die Höchstgeschwindigkeit des M3 CRT wird auf 290 km/h begrenzt.

Von außen erkennbar
Lackiert wird der BMW M3 CTR in Frozen Polar Silver metallic, hinzu kommen rote Applikationen und eine eigenständige Niere. Die Kabine erreichen die Insassen über spezielle Einstiegsleisten und für die vier Sitze gibt es modellspezifische Bi-Color-Bezüge. Der M3 CRT wird im Rahmen des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring präsentiert. Nur 67 Fahrzeuge baut die M GmbH ab Herbst 2011. Bestellt werden kann der Wagen ab sofort. Während für einen normalen M3 mit Doppelkupplungsgetriebe 70.700 Euro fällig werden, schlägt der M3 CRT mit 130.000 Euro zu Buche – allerdings ist eine Wertsteigerung wegen der geringen Stückzahl garantiert.

BMW M3 CRT: Neuer CSL