Junger Brite verwirklicht sich sein Traumauto

Für die einen ist ein Auto nur ein Gebrauchsgegenstand, für andere hingegen ein echter Lebensinhalt. So auch für den 26-jährigen Briten Oliver Ashley, technischer Leiter der Mercedes-Niederlassung in Bristol. Seit dem Jahr 2007 arbeitete Oliver an seinem ganz persönlichen Sportwagentraum und opferte dafür sein Privatleben.

Basis aus der Slowakei
Die Grundlage für Olivers Konstruktion war der slowakische K-1 Attack Roadster, ein leichtes Kleinserienfahrzeug mit Aluminium-Spaceframe-Chassis. Doch im serienmäßigen Zustand überzeugte das leichtgewichtige Bausatz-Auto unseren Freund Oliver nicht, es musste etwas getan werden. Indes: ,Etwas" ist leicht untertrieben. Um im fertigen Zustand den Beifall der Auto-Fans zu bekommen, steckte der Brite über 4.000 Arbeitsstunden in sein Projekt, ganz zu schweigen von 70.000 Pfund, umgerechnet rund 83.000 Euro.

Nur das Beste ist gut genug
Der Grund dafür sind die extrem hohen Ansprüche Olivers: ,Ich habe das Auto insgesamt viermal komplett zerlegt und wieder zusammengebaut. Nur so konnte ich prüfen, ob alle neuen Teile und Modifikationen zusammenpassen, schließlich möchte ich mit dem Gesamtkunstwerk zufrieden sein." Und so wählte Oliver Karbon für die Karosserie, ein Leder/Alcantara-Cockpit und Asanti-Felgen aus den USA, die pro Stück 2.000 Pfund kosten. Achja, um den Umbau auf Rechtssteuerung musste er sich auch kümmern und verchromte darüber hinaus Hunderte von Schrauben und Bolzen. Den Antrieb des Fahrzeugs übernimmt ein Zweiliter-Vierzylinder mit 250 PS aus dem Honda Civic Type R, die Bremsen stammen von Brembo.

Pläne für die Zukunft
Netterweise bekam Oliver aber auch Unterstützung von namhaften Herstellern: Clarion spendierte eine Top-Audioanlage inklusive Satelliten-Navigation und Ein-Terabyte-Festplatte, von Momo gab es Komponenten der Innenausstattung inklusive Lenkrad und Yokohama spendierte die 235er- und 285er-Mischbereifung. Und was plant der Autonarr nun, da sein Traumwagen fertig ist? Man habe ihm schon viel Geld geboten, aber erstmal möchte er das Gefährt ein Jahr genießen. Als nächstes Projekt könnte er sich den Bau eines Speedboats vorstellen – nach eigenen Ideen, versteht sich.

Extrem individuell