VW Polo & Co. sind nach wie vor deutlich größer als der Toyota

Die erste Generation des Toyota Yaris startete 1999 als Nachfolger des Starlet. Die zweite Version kam 2006, und nun steht die dritte Variante an. In Japan ist das Modell als Vitz bereits auf dem Markt. Der neue Yaris bietet ein kantigeres Design. Mit 3,89 Meter ist er auch zehn Zentimeter länger geworden, ohne zu den meisten Kleinwagen aufzuschließen: Die Marktführer VW Polo, Opel Corsa und Ford Fiesta messen rund vier Meter. Wie bisher gibt es den Yaris als Drei- und Fünftürer. Die flacher liegende Windschutzscheibe trägt dazu bei, den cw-Wert auf 0,287 zu senken – laut Toyota ein Bestwert in der kleinen Klasse.

Instrumente nun vor dem Fahrer
Innen fällt auf, dass die Instrumente nun nicht mehr in der Mitte des Armaturenbretts sondern vor dem Fahrer liegen. Statt den altmodisch wirkenden, digitalen Anzeigen in türkisfarbener Fluoreszenztechnik hat die neue Version wieder konventionelle Rundinstrumente. Die vorderen und hinteren Sitzlehnen sowie die Heckklappe wurden dünner, was dem Platzangebot zugute kommt. Der in zwei Ebenen unterteilte Gepäckraum fasst nun auf 286 statt 275 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzen und Beladung bis zur Fensterunterkante stehen nun 768 statt 737 Liter zur Verfügung. Das üblicherweise angegebene Volumen bei dachhoher Beladung ist noch nicht bekannt.

Unverändert drei Motoren
Beim Antrieb haben Käufer nach wie vor die Wahl zwischen zwei Benzinern mit 1,0 und 1,33 Liter Hubraum und einem 1,4-Liter-Turbodiesel. Der 69-PS-Basisbenziner wird wie bisher mit Fünfgang-Schaltung kombiniert und ermöglicht wie bisher maximal 155 km/h. Der Verbrauch sank von 5,0 auf 4,8 Liter je 100 Kilometer.

Weniger Kraft, mehr Verbrauch
Der 1,33-Liter-Benziner mit der zweifach variablen Ventilsteuerung Dual-VVT-i leistet wie bisher 99 PS. Das Drehmoment fiel von 128 auf 125 Newtonmeter, der Verbrauch jedoch stieg von 5,2 auf 5,3 bis 5,5 Liter je 100 Kilometer – je nach Radgröße und abhängig davon, ob die optionale Start-Stopp-Automatik an Bord ist. Neben der serienmäßigen Sechsgang-Schaltung wird nun statt des automatisierten Schaltgetriebes MMT ein stufenloses CVT-Getriebe (Multidrive S) angeboten. Damit liegt der Verbrauch um 0,1 Liter je 100 Kilometer niedriger als bei der alten MMT-Version, nämlich bei 5,1 Liter. Während es die Dieselversion bisher auch mit MMT gab, wird nun ausschließlich eine Sechsgang-Schaltung angeboten. Der 1,4-Liter-Diesel mit nach wie vor 90 PS und maximal 205 Newtonmeter verbraucht nun je nach Rädern 3,9 oder 4,1 statt bisher einheitlich 4,2 Liter je 100 Kilometer.

Nun fünf statt vier Ausstattungsvarianten
Die Ausstattungen heißen Yaris, Cool, Life, Club und Executive – damit blieben die Namen gleich, aber die Version Club kam hinzu. Die Basisversion bringt sieben Airbags, ESP sowie 14-Zoll-Stahlfelgen mit. Die Außenspiegel und die vorderen Fensterheber werden elektrisch bedient. Der Fahrersitz lässt sich in der Höhe einstellen, das Lenkrad ist höhen- und längsjustierbar. Die Rücksitzlehne kann im Verhältnis 60:40 umgelegt werden. Beim Cool kommen eine Klimaanlage und ein CD-Radio sowie die in der Grundversion noch fehlende Fernbedienung für die Zentralverriegelung hinzu.

Unveränderter Grundpreis: 11.675 Euro
Der neue Yaris steht ab dem 15. Oktober 2011 bei den Händlern. Die Grundversion Yaris 1.0 mit 69 PS kostet als Dreitürer 11.675 Euro – wie beim aktuellen Modell. Zum Vergleich: Ein VW Polo in der Basismotorisierung mit 60 PS kostet mindestens 12.275 Euro. Für den günstigsten Opel Corsa mit 70 PS werden 11.640 Euro fällig. Er ist damit fast gleich teuer wie der Grund-Yaris. Der Ford Fiesta kostet mindestens 12.300 Euro und bringt 60 PS mit. Für die fünftürigen Varianten des Yaris werden jeweils 720 Euro Aufpreis fällig.

Neuer Yaris nicht teurer