Maserati nennt Details und Preise zum neuen GranTurismo Sport

Der Maserati GranTurismo Sport löst ab sofort den GranTurismo S ab. Das neue Modell ist zwischen dem normalen GranTurismo mit 4,2-Liter-V8-Motor und dem zweisitzigen, rennsportinspirierten GranTurismo MC Stradale positioniert. Letzerer ist auch sein optisches Vorbild. Die Frontpartie wirkt daher eine ganze Ecke dynamischer als beim normalen GranTurismo. Gleichzeitig soll sie aerodynamisch günstiger sein und die Bremsenkühlung verbessern.

Größere Luftauslässe, überarbeitetes Licht
Zu den weiteren optischen Eigenheiten gehören der zentrale Frontsplitter, spezielle Seitenschwellerverkleidungen und vergrößerte seitliche Luftauslässe. Der zentral verchromte Dreizack trägt nun rote Akzente – ein Merkmal, das stets die stärksten Maserati-Modelle ziert. Die Scheinwerferform ließen die Italiener unangetastet, allerdings wurde die serienmäßige Xenon-Einheit grundlegend überarbeitet. Sie beinhaltet nun ein LED-Tagfahrlicht. Ebenfalls serienmäßig an Bord ist die Adaptive Light Control. In Abhängigkeit des Lenkwinkels schwenkt der Lichtstrahl um bis zu 15 Grad, um in Kurven eine bessere Ausleuchtung zu erreichen. Hinten ist der GranTurismo Sport mit dunkleren Rückleuchten-Gläsern ausgestattet.

Mehr Platz im Inneren
Maserati hat für das neue Modell auch den Innenraum überarbeitet. Die umgestalteten Lehnenrückseiten der Vordersitze sorgen für 20 Millimeter mehr Beinfreiheit im Fond. Die Form der Sitze wurde vorne und hinten neu designt und soll nun körperbetonter ausfallen. Zudem sind die Kopfstützen nun in die Sitze integriert. Das Lenkrad ist unten abgeflacht. Neue Chrom-Interieur-Applikationen sowie längere Schaltwippen am Lenkrad und Pedale aus gelochtem Aluminium runden den Innenraumauftritt ab.

V8 nun 460 PS stark
Im GranTurismo Sport kommt eine neue Entwicklungsstufe des bekannten 4,7-Liter-V8-Saugmotors zum Einsatz. Er ist nun 460 PS stark und generiert ein Drehmoment von 520 Newtonmeter – ohne mehr zu verbrauchen. Unter anderem wurden die Steuerzeiten der Ventile bei hohen Drehzahlen neu abgestimmt und die Kolben verstärkt. Außerdem passte Maserati die Motorelektronik an. Zusätzlich ist das Aggregat jetzt für den Gebrauch von Kraftstoff mit 98 Oktan optimiert. Serienmäßig entlässt der GranTurismo Sport seine Abgase über eine Sportabgasanlage mit ovalen Endrohren. Wenn der Fahrer die Sport-Taste betätigt, dann öffnen sich Bypass-Ventile, wodurch der V8 noch voluminöser klingt.

Beide Getriebeversionen gleich stark
Da das V8-Triebwerk sowohl mit dem elektrohydraulischen Schaltgetriebe MC Shift als auch mit dem sechsstufigen Wandlerautomatikgetriebe von Zulieferer ZF – MC Auto Shift genannt – gleich viel leistet, beträgt der Zuwachs im Vergleich zum Vorgänger GranTurismo S 10 PS und gegenüber dem GranTurismo S Automatik 20 PS. Während bei der M-Shift-Version das Getriebe an der Hinterachse sitzt, also eine Transaxle-Bauweise vorliegt, hat Maserati das MC Auto Shift direkt an das V8-Triebwerk angeflanscht. Das Automatikgetriebe bietet fünf Betriebsmodi: Auto-Normal, Auto-Sport, Manual-Normal, Manual-Sport und Ice. Im Sportmodus fallen die Schaltzeiten um bis zu 50 Prozent kürzer aus. Beim Herunterschalten wird automatisch Zwischengas gegeben. Ein Highlight ist die Launch Control, die optimale Beschleunigungen ermöglichen soll.

GranTurismo Sport mit besseren Fahrleistungen
In beiden Getriebeausführungen übertrifft der GranTurismo Sport die Fahrleistungen der Vorgängermodelle. Mit dem MC-Shift-Getriebe gelingt der Spurt von 0 auf 100 km/h in 4,7 Sekunden, mit der Automatik in 4,8 Sekunden. Das bedeutet jeweils eine Verbesserung um 0,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen 300 beziehungsweise 298 km/h.

Höhere vertikale Steifigkeit
Für den GranTurismo Sport entwickelte Maserati auch das elektronische Dämpfersystem Sport Skyhook weiter. Es soll sich nun noch präziser an die Fahrbahnbeschaffenheit und den Fahrstil anpassen. In Kombination mit dem um zwölf Prozent – plus zwei Millimeter – stärkeren hinteren Stabilisator trägt Sport Skyhook laut Hersteller dazu bei, dass sich im Sportmodus die vertikale Steifigkeit um zehn Prozent verbessert. Verzögert wird der GranTurismo Sport serienmäßig mithilfe einer Bremsanlage mit DualCast-Scheiben, die in Zusammenarbeit mit Brembo entstehen. Die gerillten und gelochten Scheiben bestehen aus widerstandsfähigem Gusseisen, die auf Zylindern aus leichtem Aluminium sitzen. Dies führt zu einer Gewichtseinsparung von rund 15 Prozent. In die Mangel genommen werden die Scheiben vorne von Sechskolben-Bremszangen und hinten von Vierkolben-Bremszangen. Den Bremsweg aus 100 km/h bis zum Stillstand gibt Maserati mit 35 Meter an.

Die Preise des Maserati GranTurismo Sport
Wer sich für die Automatik-Version des GranTurismo Sport entscheidet, muss mindestens 123.620 Euro an Maserati überweisen. Wer die Variante mit MC-Shift-Getriebe bevorzugt, ist mit 129.120 Euro dabei.

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