Wahnsinn: 730 PS, 1.065 Newtonmeter, 325 km/h

Kaum auf der Welt, muss die neue Mercedes S-Klasse auch schon unter die Messer der Tuning-Chirurgen von Brabus. Gedreht wird vor allem an der Leistungsschraube: Mit speziellen Kennfeldern für Einspritzung und Zündung sowie einem moderat erhöhten Ladedruck entlockt der Veredler dem 4,7-Liter-Achtzylinder des S 500 immerhin 65 Pferdestärken mehr. Statt werksseitiger 455 PS stehen nach dem Umbau saftige 520 PS und ein maximales Drehmoment von 820 Newtonmeter bereit. Nach der Kur sprintet der Viertürer in nur 4,2 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht je nach Wunsch eine bei 250, 275 oder 300 km/h abgeregelte Spitze.

Bis zu 145 PS mehr für den AMG
Verschiedene bärenstarke Upgrades mit bis zu 145 PS Mehrleistung gibt es für den ab Werk 585 PS starken S 63 AMG. Die erste Variante schafft 650 PS bei 5.500 Touren herbei, parallel wächst das maximale Drehmoment von 700 auf 1.000 Newtonmeter. Alternativ gibt es eine Hochleistungsvariante, die nicht nur dank der goldenen Beschichtung der Ansaug- und Ladeluftrohre unverwechselbar ist. Durch den Tausch der beiden Serienlader gegen zwei Spezial-Turbolader mit größerer Verdichtereinheit wird ein höherer Ladedruck erzeugt. Noch mehr Power kitzelt der zusätzliche Niedertemperatur-Wasserkühler für die Ladeluft heraus. Der Umbau umfasst auch eine staudrucksenkende Metallkatalysatoranlage mit 75 Millimeter starken Down-Pipes.

Leiser oder kerniger Auspuff-Sound
Im Ergebnis der Modifikationen produziert die Maschine 730 PS, die ab nur 5.300 Touren verfügbar sind. Das maximale Drehmoment ist elektronisch auf 1.065 Newtonmeter begrenzt und konstant zwischen 1.750 und 5.000 Touren verfügbar. Die Spitze wird bei 325 km/h abgeregelt. Obendrein hält Brabus für S 500 und S 63 AMG eine Sportauspuffanlage mit Klappensteuerung bereit. Per Knopfdruck kann man zwischen dem leisen ,Coming Home"-Modus und einem Sportmodus mit kernigem Sound wählen.

Carbon-Anbauteile und Tieferlegung
Als optischer Feinschliff und für die Verbesserung der Aerodynamik sind Karosserieanbauteile in PUR oder Carbon bestellbar. Neue Felgen sind in 19, 20 oder 21 Zoll Durchmesser zu haben, letztere können vorn mit 255er- und hinten mit 295er-Reifen bezogen werden. Spezielle Steuermodule legen Fahrzeuge mit Airmatic oder Active-Body-Control-Fahrwerk um etwa 15 Millimeter tiefer. Für den Innenraum sind Einstiegsleisten mit Brabus-Logo ebenso im Programm wie Mastik-Leder und Alcantara. Auf der Automesse IAA im September 2013 will der Tuner die veredelte S-Klasse erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Bildergalerie: Brabus tunt neue S-Klasse