Der wird schick: Opel-Cabrio Cascada

Nach dem Kleinwagen Adam und dem kompakten SUV Mokka folgt bereits Anfang 2013 das nächste neue Opel-Modell: der Cascada. Schon Anfang September 2012 veröffentlichte Opel Bilder von dem neuen Cabrio. Doch die Fotos zeigten nur die obere Hälfte. Nun darf man das ganze Auto bewundern, und es gibt auch schon zahlreiche Informationen zu Eigenschaften und Motoren.

So groß wie ein E-Klasse Cabrio
Auf eins legt Opel Wert: Beim Cascada handelt es sich nicht etwa um den Nachfolger des Astra Cabrio, sondern um ein höherwertiges Modell. Er soll wie der Adam und der Mokka neue Kundenkreise erschließen. Mit knapp 4,70 Meter Länge liegt der Cascada näher am Insignia (4,83 Meter) als am Astra (4,42 Meter). Ähnlich groß wie der Cascada ist das Mercedes E-Klasse Cabrio, das jedoch in der "Oberen Mittelklasse" antritt. Das Audi A5 Cabrio ist etwas kleiner als der Opel, genauso wie das Infiniti G37 Cabrio und der Lancia Flavia.

Stoffverdeck mit Fernbedienung
Der Opel-Neuling ist ein Viersitzer mit Stoffdach. Das Verdeck öffnet und schließt elektrisch in 17 Sekunden, was bis zu einem Tempo von 50 km/h funktioniert. Dazu ist ein Knopf in der Mittelkonsole zu drücken. Alternativ kann man das Verdeck auch über die Fernbedienung der Zentralverriegelung öffnen und schließen – und zwar serienmäßig. Ein spezielles Polyester-Vlies zwischen äußerer Dämmschicht und Innenverkleidung soll für gute Akustik- und Wärmedämmung sorgen. Zum Marktstart sind drei Dachfarben verfügbar, die mit zehn Lacktönen kombiniert werden können. Statt fester Überrollbügel, die die Optik stören könnten, hat der Cascada Sicherheitsstäbe, die automatisch bei einem Überschlag hinter den Rücksitzen herausschießen.

Umklappbare Rücksitze
Das Cockpit prunkt mit handvernähten Materialien am Instrumententräger und Nappaledersitzen. Sie lassen sich nicht nur belüften und beheizen, sondern sind auch von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) auf Ergonomie getestet. Ein elektrischer Gurtbringer hilft den vorderen Passagieren beim Anschnallen. Die ebenfalls elektrische Easy-Entry-Funktion der Vordersitze erleichtert den Zugang zu den Fondplätzen. Das Ladevolumen des Kofferraums reicht von 280 Liter bei geöffnetem bis zu 350 Liter bei geschlossenem Verdeck. Zusätzlich können die Rücksitzlehnen im Verhältnis 50:50 umgelegt werden.

HiPerStrut-Vorderachse
Unter dem aufwendig verstärkten Blech kommen an der Vorderachse die so genannten Hochleistungsfederbeine (HiPerStruts, High Performance Struts) zum Einsatz. Angaben zur Hinterachse fehlen noch. Die adaptive Fahrwerkskontrolle FlexRide ist optional verfügbar. Bei den Rädern kann man zwischen Größen von 17 bis 20 Zoll wählen. Das Bremssystem variiert mit den gewählten Rädern; der Durchmesser der Bremsscheiben beträgt bis zu 326 Millimeter vorne und 325 Millimeter hinten.

Neuer 1.6 SIDI Turbo
Das Highlight bei den Motoren ist der erst kürzlich vorgestellte, neue 1,6-Liter-Turbo mit Benzindirekteinspritzung. Im Cascada wird der 1.6 SIDI Turbo zunächst nur in der 170 PS starken Variante verfügbar sein. Sie sorgt für 280 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1.650 und 3.200 U/min. Daneben kommen Aggregate zum Einsatz, die aus dem Astra bekannt sind: der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 120 oder 140 PS sowie der 2.0 CDTI mit 165 PS. Weitere Motoren sollen folgen, darunter könnte auch die 200-PS-Version des 1.6 SIDI sein. Serie ist eine Sechsgang-Schaltung. Den 1.6 SIDI und den Diesel kann man auch mit einer neuen Sechsgang-Automatik bestellen, die eine manuelle Gangwahl ermöglicht. Zu den Hightech-Optionen zählen das adaptive Lichtsystem AFL+ sowie eine optimierte Frontkamera für verbesserte Assistenten wie Verkehrsschilderkennung, Spurassistent und Abstandswarner. Hinzu kommen ein Totwinkelwarner, ein beheizbares Lenkrad und mehr. Das neue Cabrio soll bereits Anfang 2013 starten. Die Preise nennt Opel noch nicht.

Bildergalerie: Details zum Opel Cascada