Ärzte fahren VW, Elektriker Ford: Das sind die bevorzugten Marken

Die Klischees über die Merkmale und Berufe von Autofahrern sind so alt wie das Kraftfahrzeug selbst. Lehrer fahren Volvo und Saab, Ärzte BMW und Krankenschwestern Opel. Ob das stimmt? Das Vergleichsportal Transparo hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Rosenheim 56.000 Versicherungsverträge für neue und ältere Autos analysiert. Dabei kam heraus, dass unterschiedliche Berufsgruppen tatsächlich bestimmte Marken bevorzugen.

VW bei Betriebswirten beliebt
Berücksichtigt wurden die 40 häufigsten Berufe: vom Architekten über den Lehrer bis hin zum Zahnarzthelfer. Dass Marktführer Volkswagen bei allen Berufsgruppen die Nase vorn hat, ist keine Überraschung. 23 Prozent alle Betriebswirte fahren Autos aus Wolfsburg, gefolgt von Zahnarzthelfern und Ärzten mit jeweils 21 Prozent – da scheint der Markenname ,Volks-Wagen" zu stimmen. Aber auch andere Berufsgruppen bevorzugen überdurchschnittlich oft eine bestimmte Marke: 14 Prozent der Anwälte fahren BMW. Bei einer ähnlichen Transparo-Studie im Jahr 2012 mit 30 Berufen aus 60.000 Verträgen kam noch heraus, dass 15 Prozent der Ärzte BMW fahren. Bei Malern liegt Opel mit 15 Prozent ganz vorn, Ford-Fahrzeuge sind vor allem bei Elektrikern beliebt, elf Prozent von ihnen fahren einen der Kölner. Natürlich muss man an dieser Stelle auch ins Kalkül ziehen, dass bei den Handwerkern wohl mehr Kleintransporter zum Einsatz kommen, die BMW nicht im Angebot hat.

Importmarken: Juristen mögen Toyota
In der Untersuchung bilden Diplom-Ingenieure die größte Berufsgruppe. Von ihnen fährt jeder Fünfte VW. 13 Prozent sind im BMW unterwegs und neun Prozent folgen mit einem Mercedes. Sieben Prozent der Einzelhändler ist in einem Renault unterwegs. Skoda wird von sechs Prozent der Journalisten bevorzugt. Erstaunlich sind die Ergebnisse bei Toyota – hier stellen die ansonsten so BMW-affinen Juristen mit fünf Prozent den höchsten Anteil innerhalb einer Berufsgruppe.

Gallery: Was fahren Anwälte?