Mamma mia, Polizia
Italienische Polizei künftig mit Seat auf Verbrecherjagd
Seat drängt sich fast auf
Nüchtern betrachtet gar nicht mal so viel. Der auserkorene 150-PS-TDI-Leon ist sehr sparsam, bietet die berühmte VW-Qualität und laut Seat-Aussage auch ,exzellente Haltungskosten". Gemeine Menschen würden behaupten, dass er obendrein besser aussieht, als alles, was der Fiat-Konzern derzeit in einem halbwegs vernünftigen Preisrahmen zu bieten hat. Bei Alfa gibt es derzeit nur Mito und Giulietta (da nimmt man wohl besser den Leon), Fiat 500 oder Panda erscheinen für den harten Polizei-Alltag etwas arg labil und der Freemont ist ja eher Amerikaner als Italiener, also kann man auch gleich Spanier fahren. Logisch, oder?
Panzerung inklusive
Wenn Sie also im nächsten Italien-Urlaub von einem blau-weißen oder dunkelblau-roten Seat Leon Fünftürer herausgezogen werden, ist das kein dummer Scherz. Verhalten Sie sich kooperativ und machen Sie keine Witze über italienische Automobilbaukunst. Ramm- oder Schußversuche dürften auch wenig bringen, denn der Vorderwagen samt der vorderen Türen ist im Polizei-Leon gepanzert. Die weitere Ausstattung umfasst Ordnungshüter-übliche Features wie Warn- und Blaulicht, spezielle Radio- und Kommunikationslösungen sowie Halterungen für Schußwaffen (innen, nicht außen. Das hier ist kein James-Bond-Film). Die Rückbank ist zudem als eine Art Mini-Gefängniszelle ausgelegt, sprich: Die Beamten sind sicher vom Fond getrennt.
Stolz widerherstellen
Den Umbau übernimmt die italienische Firma N.C.T. (Nuova Carozzeria Torinese), die Fahrzeuge seit 2003 für die Verbrecherjagd vorbereitet. Überwacht wird die Umrüstung von Seat- und Volkswagen-Experten. Auch das noch. Um den Nationalstolz widerherzustellen, empfehlen wir dringend ein paar neue Polizei-Huracáns. Auch der neue Alfa Giulia QV mit 510 PS könnte Gangster ab 2016 das Fürchten lehren.
Bildergalerie: Carabinieri gehen fremd
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