Brabus schmeichelt den Scheichs

Dass der Ruhrpott-Tuner Brabus mit seinen teils protzigen Umbauten und den gewaltigen Leistungsausbeuten bei der wohlhabenden Bevölkerung des Nahen Ostens überaus beliebt sein dürfte, quittiert die Veredelungsfirma nun mit einem besonderen Modell für die Dubai International Auto Show (10. bis 14. November 2015). Der Brabus Rocket 900 ,Desert Gold" ist ein Carbon-gewordener Scheich-Traum aus 1001 Nacht.

Gold und Carbon
Die recht extravagante Farbgebung ,Desert Gold" wird von schwarzen Akzenten und Carbon-Teilen hervorgehoben. Dafür wurden alle Chrom-Applikationen schwarz lackiert. Ein Aeroynamikpaket bestehend aus Frontspoilerlippe, Heckspoiler und Diffusor – alles aus Carbon – senkt den Auftrieb des Autos. Kohlefaser-Kotflügelaufsätze mit beleuchtetem Brabus-Logo und Carbon-Spiegelkappen runden das äußere Erscheinungsbild ab.

Breite Reifen und Tieferlegung
Gigantische Schmiederäder in 21 Zoll werden bei Brabus auf Wunsch mit Pneus von Continental, Pirelli oder Yokohama bespannt. Diese kommen an der Vorderachse im Format 255/35 und an der Hinterachse im Format 295/30 daher. Ein spezielles Steuermodul greift in die Luftfederung der Limousine ein und senkt die Karosserie um 15 Millimeter ab, ohne den Komfort negativ zu beeinflussen, so Brabus.

Aufgebohrt
Besonders spektakulär geht es unter der Haube weiter. Der ohnehin schon nicht schwache V12 wurde mit einer Spezialkurbelwelle, geschmiedeten Kolben und Spezialpleueln von 6,0 auf 6,3 Liter Hubraum gebracht. Größere Turbos, andere Krümmer und eine Klappenauspuffanlage mit Metallkats verstärken die Abgasseite des Triebwerks. Eine modifizierte Ansaugung mit Goldbeschichtung sorgt für ausreichend Frischluft.

Leistung satt
Das Endergebnis kann sich sehen lassen: 900 PS und elektronisch begrenzte 1.200 Newtonmeter. Ohne die Begrenzung wären sogar 1.500 Newtonmeter möglich – das würde die Siebengang-Automatik aber wohl augenblicklich niederstrecken. Dank einem zu 40 Prozent gesperrten Differenzial sprintet die goldene Wuchtbrumme in 3,7 Sekunden auf 100 km/h. Das Ende der Beschleunigungsorgie ist erst bei 350 km/h erreicht.

Güldener Innenraum
Auch im Innenraum geht es edel weiter: schwarzes Mastik-Leder und goldene Applikationen dominieren das Bild. Der Dachhimmel ist in dunklem Alcantara gehalten. Die Nähte der Sitze heben sich dank ihrer goldenen Farbe deutlich vom Gestühl ab. Auf Wunsch verbaut Brabus auch eine Hightech-Multimedia-Anlage mit Bildschirmen in den Vordersitzen. Auch preislich weiß der Brabus zu beeindrucken: Los geht es bei sportlichen 520.000 Euro.

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