Preise: Lohnt es sich, einen CX-9 zu importieren?

Der aktuelle Mazda CX-9 ist bereits seit 2007 auf dem US-Markt erhältlich. Es war also Zeit für einen Nachfolger und dieser wurde im November 2015 auf der Los Angeles Auto Show gezeigt. Jetzt hat Mazda die US-Preise bekannt gegeben. Warum Sie ein Full-Size-SUV für Nordamerika interessieren sollte? Weil der Vorgänger auch über Russland in einer kleinen Auflage nach Westeuropa kam und sich beim Neuen ein Import als Alternative zum BMW X5, dem Audi Q7 oder auch dem Volvo XC90 lohnen könnte.

Das kostet und beinhaltet die Einstiegsversion
Der Einstiegspreis liegt bei 31.520 US-Dollar für den CX-9 Sport. Abhängig vom Tageskurs sind das ungefähr 28.000 Euro. Bereits dafür bekommt man LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, Stoffsitze, eine elektrische Parkbremse, 18-Zoll-Felgen, eine Rückfahrkamera sowie ein Infotainment-System mit Sieben-Zoll-Display. Optional erhältlich ist das Sport-Paket, welches für 950 Dollar (rund 840 Euro) einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz, Sitzheizung und beheizte Außenspiegel enthält.

Preise der höheren Ausstattungslinien
Der CX-9 Touring (35.970 US-Dollar oder 31.900 Euro) fährt dann schon mit Ledersitzflächen, Assistenzsystemen, einem Acht-Zoll-Touchscreen und einem Keyless-System vor. Darüber rangieren nur noch der Grand Touring (40.170 US-Dollar beziehungsweise 35.600 Euro) mit adaptiven Scheinwerfern, 20-Zoll-Felgen, einem Head-up-Display und Helferlein für das automatisierte Fahren sowie das Top-Modell Signature (44.015 US-Dollar oder 39.100 Euro) mit nahezu allen Extras serienmäßig, die der Aufpreiskatalog so hergibt.

Importkosten und mögliche Rabatte
Bei dem umgerechneten Euro-Preis bleibt es selbstverständlich nicht. Beim Eigenimport kommen Kosten für den Transport (zwischen 1.000 und 2.000 Euro), Einfuhrabgaben (Zoll plus Einfuhrumsatzsteuer, die insgesamt gut 30 Prozent des Nettopreises ausmachen) und für die EU-Umrüstung sowie die TÜV-Abnahme. Summa summarum liegt der Einstiegspreis für einen selbst importierten CX-9 hierzulande damit aber immer noch unter der 45.000-Euro-Marke. Falls Mazda allerdings wieder von sich aus kleine Auflagen nach Europa bringt, kann noch einmal mit einem deutlichen Preisnachlass gerechnet werden.

Das kostet die Eu-Konkurrenz: Hier und Übersee
Zum Vergleich: Ein Volvo XC90 kostet in Deutschland mindestens 49.400 Euro, ein BMW X5 54.300 Euro und ein Audi Q7 58.000 Euro. In den USA liegen die jeweiligen und umgerechneten Einstiegspreise bei 39.000 Euro für den Volvo, 48.500 Euro für den BMW und 48.600 Euro für den Audi.

US-Markteinführung nur mit Benzinmotor
Was in Diesel-Deutschland allerdings gegen den Mazda CX-9 sprechen könnte, ist, dass alle Modelle ausschließlich von einem 2,5-Liter-Turbobenziner angetrieben werden. Trotzdem: 253 PS und 420 Newtonmeter holt der Hersteller aus dem Aggregat. Eine Sechsgang-Automatik überträgt die Leistung dann wahlweise an die Vorderachse oder über einen Allradantrieb (1.800 US-Dollar beziehungsweise 1.600 Euro Aufpreis) an alle vier Räder. Die US-Markteinführung findet im Frühsommer 2016 statt. Danach kann dann über einen Import nachgedacht werden.

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