So radikal ist der Aston Martin Vantage GT8

Man würde ja meinen, Aston Martin habe mit der Gestaltung seiner Zukunft, sprich, der Einführung des neuen Flaggschiffs DB11, genug zu tun. Aber in Gaydon ist man umtriebiger als je zuvor. Man baut Bond-Autos, kündigt mal eben ein neues Hypercar in Zusammenarbeit mit Red-Bull-F1-Ikone Adrian Newey an und jetzt zeigt man – ganz nebenbei – auch noch eine bemerkenswert extreme, streng limierte Spezial-Variante des V8 Vantage.

150 Stück
Das beeindruckend grelle und beflügelte Ergebnis nennt sich Vantage GT8. Die Inspiration für den straßentauglichen Hardcore-Renner stammt vom 2016er V8-Vantage-GTE-Rennauto, das auch in Le Mans eingesetzt wird. Die Grundzutaten für den GT8 sind die gleichen wie bei jedem Sportwagen, der mehr Freude bereiten soll: weniger Gewicht, mehr Leistung, viel mehr Abtrieb. Man kennt dieses Prozedere bereits von Aston Martin. Beim 600 PS starken Vantage GT12 ist man im Jahr 2015 ganz ähnlich verfahren. Der GT8 ist also quasi der kleine Bruder des GT12. Deutlich schwächer, aber auch deutlich leichter, günstiger und immerhin in einer etwas größeren Stückzahl verfügbar. Vom GT12 gab es lediglich 100 Exemplare zum Stückpreis von gut 340.000 Euro. Der Vantage GT8 wird 150-mal gebaut. Der Preis beträgt 165.000 Pfund, was derzeit etwa 208.000 Euro entspricht.

Zwei Getriebe zur Wahl
Unter der Haube des Vantage GT8 steckt eine leicht optimierte Version von Astons 4,7-Liter-V8. Mit 446 PS erreicht sie zehn PS mehr als im Vantage S, schafft den Sprint von 0-60 mph (0-97 km/h) in 4,4 Sekunden (der Vantage S macht 0-100 km/h in 4,7 Sekunden) und bringt es auf 306 km/h Höchstgeschwindigkeit. Zudem hat man die Wahl zwischen einem automatisierten Siebengang-Getriebe und einer Sechsgang-Handschaltung. Mit einem Gewicht von 1.510 Kilo ist der GT8 ganze 100 Kilo leichter als der Vantage S. Die Hauptschuld daran trägt die beinahe exzessive Verwendung von Kohlefaser. Aus Carbon sind unter anderem der Front-Splitter, die Schürzen, die Seitenschweller sowie der Heckdiffusor. Optional ist ein Aero-Pack verfügbar, das für die zusätzlichen Winglets an der Front und den monumentalen Flügel am Heck sorgt.

Ein bisschen Luxus
Für 100 Kilo weniger Speck reicht das aber noch lange nicht. Deshalb gibt es zusätzlich manuell verstellbare Carbon-Schalensitze, Carbon-Türpaneele sowie eine leichtere Lithium-Ionen-Batterie. Wer es noch knochiger mag, muss extra zahlen. Für ein Carbon-Dach, eine Heckscheibe aus Polycarbonat und eine Titan-Auspuffanlage beispielsweise. Ein reiner Asketen-Flitzer zur freiwilligen Selbst-Kasteiung ist der Vantage GT8 übrigens trotzdem nicht geworden. Aston Martin lässt der Kundschaft immerhin ein 160-Watt-Soundsystem, eine Klimaanlage sowie ein Navigationssystem.

Ab Ende 2016
Abgerundet wird die Spezial-Kur für den speziellsten aller V8 Vantage durch 19-Zoll-Magnesiumräder mit Zentralverschluss, die mit klebrigen Michelin-Pilot-Cup-2-Pneus bezogen sind. Außerdem gibt es gleich drei Vorschläge zum Thema Farbgestaltung: China Grey and Blue, Stratus White and Green oder Stirling Green and Lime. Der Marktstart für den Aston Martin Vantage GT8 ist im vierten Quartal 2016.

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