Audi zeigt in Peking ein futuristisches Mobilitätskonzept

Vom Berufs- und Pendlerverkehr auf deutschen Autobahnen sind Sie genervt? Reisen Sie mal nach Peking. Im August 2010 ging dort auf einer Strecke von rund 90 Kilometer ganze zwölf Tage gar nichts mehr. Zwölf! Tage! Kein Wunder also, dass sich das Entwicklungslabor von Audi in Peking mit dem Problem von überfüllten Innenstädten beschäftigt. Das Ergebnis steht nun auf der China Auto (25. April bis 4. Mai 2016) in Peking: ein Q3 mit integriertem elektrischen Longboard. Klingt verrückt, ist aber eigentlich eine coole Idee.

Studie auf Q3-Basis
Die Studie mit dem etwas sperrigen Namen ,Audi connected mobility concept" basiert auf dem kompakten SUV Q3. Im Heck des Fahrzeugs befindet sich ein Longboard – ein langes Skateboard. Das besondere am Audi-Longboard ist – neben dem Alu-Carbon-Materialmix – sein Elektroantrieb. Mit bis zu 30 km/h geht es maximal zwölf Kilometer weit elektrisch vorwärts. Der Akku des Longboard wird automatisch im Q3 geladen.

Mit dem Longboard durch die Stadt
Doch der Gedanke hinter dem besonderen Accessoire beginnt lange, bevor der Fahrer auf das Longboard steigt. Das Infotainment-System des Q3 ist mit der Kalender-Funktion auf dem Smartphone des Fahrers vernetzt und errechnet aus dem Fahrziel, der geplanten Ankuftszeit und dem Verkehrsaufkommen den besten Mobilitätsmix. Das heißt im Klartext: Ist die Innenstadt zu voll, sucht der Q3 einen Parkplatz und der Fahrer steigt auf das Longboard um. Von da an hat er die Wahl zwischen drei Fahrprogrammen: Im ,Scootermodus" lässt sich ein Lenker ausklappen, an dem das Smartphone samt Navi-App befestigt wird. Im ,Sportmodus" muss man ohne Lenker auskommen und steuert das Longboard über eine Handy-App. Im ,Transportmodus" fungiert das Longboard als elektrischer Einkaufswagen und folgt dem gehenden Besitzer beziehungsweise dessen Smartphone völlig automatisch. Praktisch – nicht nur in China.

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