Modernisierungs-Restauration für den Porsche 911

Am Anfang steht die Frage: ,Wie hätte man vor 40 Jahren einen Porsche 911 zeitgenössisch in Design und Fahrgefühl optimieren können?" Die Antwort kommt nun aus einer mittelständischen Manufaktur, die sich auf die Restaurierung klassischer 911er spezialisiert hat. Vorhang auf für den ,Manus"-Umbau aus dem bayrischen Eggolsheim, der auf einem 911 Targa G-Modell von 1974 basiert.

Der Karosserieumbau
Das Umbaupaket ist für alle G-Modelle erhältlich, egal ob nun Coupé, Targa oder Cabrio, so Manus. Beim Auf- und Umbau des Fahrzeugs wird die komplette Karosserie restauriert. Die in Blech gearbeiteten Stoßfänger vorne und hinten werden dabei aber auf Wunsch neu interpretiert und kommen ohne die damals schon so unbeliebten Faltenbalgstoßstangen aus. Dazu gesellen sich neue Kotflügel, eine neue Kofferraumhaube sowie neue Front- und Heckbleche. Außerdem kann man die Radläufe vorne und hinten dezent verbreitern lassen. Was folgt? Die Lackierung. Entweder in einem Originallack oder in einem Farbton nach Wunsch.

Die Technikupdates
Wenn unter der Haube einst der luftgekühlte 2,7-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit 150 PS steckte, wird dieser revidiert und mit einer dezenten Leistungssteigerung auf 180 PS versehen (weitere Motorhubraum- und Leistungsvarianten sind auf Wunsch aber möglich). Geschaltet wird weiterhin mit dem damals schon serienmäßigen Fünfgang-Getriebe. Im Bereich Fahrwerk setzt die Manufaktur jedoch auf Komponenten von Bilstein oder KW-Automotive. Alle Teile werden dazu neu gelagert und teilweise verstärkt. Bei den Rädern kommen 16-Zoll-Originalfelgen zum Einsatz. Verzögert wird mit einem Zweikreis-Bremssystem ohne ABS mit 283-Millimeter-Scheiben vorne und 290-Millimeter-Scheiben hinten.

Das Ergebnis
Aus der umfangreichen Überarbeitung der Technik resultieren neue Fahrleistungen für den 1974er 911 Targa und die neuen Zahlen lesen sich wie folgt: 0-100 km/h gelingt in 6,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 230 km/h angegeben und der Verbrauch liegt bei 14,5 Liter auf 100 Kilometer. Zum Vergleich die Originalwerte: Beschleunigung? 8,5 Sekunden. Topspeed? 210 km/h. Verbrauch? 14 Liter.

Der Innenraum
Im Inneren wird – falls nicht anders gewünscht – erst einmal nur restauriert. Optional ist jedoch eine komplett individualisierbare und zweifarbige Innenausstattung aus Stoff oder Leder erhältlich. Ebenfalls auf Nachfrage an Bord: Sportsitze und ein Sportlenkrad im Manus-Design, spezielle Typenschilder mit der Baunummer sowie ein Drehstabdeckel mit Manus-Logo.

Was Sie sonst noch wissen sollten
Trotz der Modernisierungsmaßnahmen gibt der TÜV weiterhin seinen Segen und dem H-Kennzeichen steht nichts im Weg. Außer Sie entscheiden sich gegen die Halogenscheinwerfer und wählen stattdessen die LED-Lampen von Kaege. Nach der Fertigstellung und vor der Auslieferung wird das Fahrzeug Probe gefahren und alle Funktionen werden geprüft. Sie wollen einen Preis? Dieser variiert je nach Zustand des Basisfahrzeugs und Ihren individuellen Ausstattungswünschen.

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Gallery: Ein G-Modell namens ,Manus"