Der singende Samurai

Anfang der 1970er-Jahre deuteten die Zeichen auf eine Antriebsrevolution hin: Namhafte Automobilkonzerne wie General Motors oder Toyota erwarben von NSU milllionenschwere Entwicklungslizenzen für den Wankelmotor. Das Geld machte den geistigen Urheber Felix Wankel reich, doch nach der Ölkrise 1973 platzten die rotierenden Träume wie Seifenblasen. Einzig im japanischen Hiroshima hielt Mazda unbeirrt an der besonderen Technik fest.Heute kreisen die Kolben weltweit nur noch in einem verbleibenden Modell: dem RX-8.

Verschärfte Optik
Obwohl dem Wankel-Sportler lediglich eine Gnadenfrist bis Herbst 2010 bleibt, hat man ihm eine Überarbeitung gegönnt. Am auffälligsten ist die geliftete Frontpartie im neuen Zoom-Zoom-Stil, hinzu kommen Rückleuchten mit LED-Technik sowie eine Tieferlegung inklusive Schweller und Spoiler. Passend zum kraftvollen Auftritt gibt es den RX-8 nur noch mit dem 231 PS starken Kreiskolben-Aggregat und auf Bestellung. Kein Wunder, hat Mazda doch in Deutschland zwischen Januar und Oktober 2009 gerade einmal 147 Fahrzeuge dieses Typs absetzen können. Somit ist ein Exotenstatus schon per se garantiert, tatsächlich zieht der RX-8 die Blicke auf sich. Extravagant ist auch der Zugang: Die hinteren Passagiere kommen nach dem Öffnen von gegenläufig angeschlagenen Türen zu ihren Plätzen. Das klappt jedoch nur, wenn die jeweilige Fahrer- oder Beifahrertür geöffnet ist. Zudem sollte man nicht größer als 1,70 Meter sein, um sich im Fond wohlzufühlen.

Innen schick
Auch im ...