Muskulöser Bassist im Test

Der Quattroporte ist der Pavarotti unter den Maseratis: Der mondäne Viertürer (nichts anderes heißt Quattroporte) kommt mit stimmgewaltigen V8- und V6-Motoren, früher allerdings ausschließlich mit Ottos. Dass der vor einiger Zeit im Ghibli eingeführte Diesel-V6 auch im großen Norditaliener Einzug hält, bereitete so manchem Fan im Vorfeld Ohrenschmerzen, schließlich ist diese Art von Motoren nicht gerade für erregenden Boliden-Sound bekannt.

Brummen und Fauchen
Dass sie bei Maserati auch Selbstzündern heiße Sport-Musik entlocken können, zeigt sich nach dem Druck auf den Startknopf. Nageln? Das machen Zimmerleute, aber nicht diese Dreizack-Granate. Der V6 wummert los, als wäre er ein fetter Achtzylinder (den es zurzeit nur im Quattroporte GTS gibt) und läuft mit kräftigem Brummen warm. Schon beim ersten Gasstoß dreht der Dreiliter fauchend hoch und drückt einen beim Anfahren mächtig gewaltig ins edle Leder. Bullige 600 Newtonmeter Drehmoment schieben die italienische S-Klasse jederzeit kräftig voran. Die Automatik von ZF sortiert bei normaler Fahrt ihre acht Stufen so butterweich, als wäre sie nicht vorhanden und mit der direkten Lenkung lässt sich die 5,26-Meter-Limousine überraschend agil bewegen.

Tiefer Bass und richtig brüllen
Mit tiefem Grummeln ist die Maschine im Hintergrund immer präsent, spielt bei höheren Touren einen tiefen Bass und kann auch richtig brüllen. Dass der Motor so facettenreich (und zu keiner Zeit wie ein Diesel) klingt, ist einem elektronischen Tric...