Mercedes-AMG GT R im Test

Die Präsenz dieses über die Maßen grünen Monstrums kann schon mal kurz für akute Turbulenzen in der eigenen Atem-Gegend sorgen. Sehr viel ,Whoa!", ein bisschen Angst. Da bist du wohlgemerkt noch keinen Meter gefahren (wie sich später herausstellen soll, bleibt das Verhältnis am Steuer in etwa das gleiche). Der AMG GT sieht ja schon ohne ,R" aus wie der Typ, der die Blicke gerne alle für sich hat. Er ist der ,Dude" im Supercar-Klassenzimmer. Der mit dem dicksten Bizeps und der lautesten Lache. Jetzt ist das 800-Gramm-Steak unter den Performance-Coupés in einen dicken Topf Rennsport geplumpst und sieht so seriös nach Rundenrekord aus, dass man wirklich ein bisschen Sorge kriegt wegen der bisher eher ungefährdeten Vorherrschaft der Porsche-GT3-Familie. Das Gute ist: Hinter all dem Grill und Green-Hell-Grün, hinter all den XXL-Einlässen und Spoilern hat AMG einen Wust an Technik-Modifikationen an den GT geheftet, dass es nun endlich auch mal fahrerisch eng werden könnte für Porsches Modellathleten …

Optimierung XXL
Das ,R"-Upgrade ist von wahrlich monumentalem Umfang, daher presse ich Ihnen die Highlights in einen Rahmen, der selbigen nicht sprengt: Die Spur wächst vorne um 46 und hinten um 57 Millimeter, es gibt aktive Aero-Elemente an der Front, einen bemerkenswert mächtigen Flügel am Heck, ein Dach und Kotflügel aus Carbon, eine Kurbelwelle aus Carbon, extra Verstrebungen für 7,5 Prozent mehr Steifigkeit, weniger Dämmung, dreifach verstellbare Dämpfer, eine neunstufige Trakt...