Ford GT (2018): Wir fahren den 647-PS-Supersportler

Zwei Buchstaben, eine Legende: 2016 präsentierte Ford die Neuauflage des GT. Ein Auto, das für offene Münder sorgt. 99 Prozent aller Autofans werden den Ford GT allerdings noch niemals live gesehen haben, geschweige denn in Bewegung. Okay, vielleicht die Rennversion. Aber ich rede hier von der straßenzugelassenen Variante. Sie wird in homöopathischen Dosen produziert, die Nachfrage übertrifft das Angebot um das Siebenfache. Zwar sollen nun insgesamt 1.350 Exemplare gebaut werden, doch das Auswahlverfahren, wer des GT überhaupt würdig sei, ist härter als DSDS und GNTM zusammen. Und nun habe ausgerechnet ich, der Otto-Normal-Motorjournalist, die Gelegenheit, den Ford GT zu fahren. Und zwar nicht im Videospiel. Live, echt, ohne Filter, eine halbe Stunde lang.

Allerdings knapsen Kleidergrößen mit mindestens einem X im Namen schon mal fünf Minuten vom Zeitrahmen ab. Schließlich will der 1,11 Meter flache GT Yoga-artig geentert werden. (Analog zu seinem Urahn GT40, bei dem die Ziffer für die Höhe stand, müsste der GT strenggenommen "GT44" heißen.) Also ab mit der mächtigen Tür nach oben, Hintern auf den Sitz (Achtung, eng!) und die Beine über den Schweller fädeln. Kleiner Tipp: Eine Körpergröße unter 1,70 Meter hilft ungemein, 1,88 Meter eher nicht. Ich merke schnell: Der Ford GT ist eine Einheit für sich. Während die vorderen und hinteren Rahmenstrukturen aus A...