(take) over easy

Ob er nun tatsächlich das verspielte Junge-Leute-Auto sein kann, wird sich zeigen – jedenfalls flog der neue Bentley Continental GT V8 schon mal, von einem Hubschrauber beflügelt, durch München. Das passt vielleicht eher zu Mini, aber die Kleinen haben keinen V8-Motor unter der Haube. Bentleys Modellreihe Continental durfte bisher ausschließlich von einem Zwölfzylinder-Biturbo befeuert werden. Downsizing in der Fahrzeugklasse der Luxusmobile bedeutet, dass jetzt auch ein V8 zur Verfügung steht. Und zwar nicht der V8 aus dem Chauffeurs-Dampfer Mulsanne, sondern ein modernes Aggregat aus dem Audi S8, das auch mal den in Vergessenheit geratenen Vierzylinder-V-Motor spielen kann.

Anders für Kenner
Ob sich nun die angepeilte jüngere Kundschaft allein schon von der extrem anderen Optik des V8-Modells bezirzen lässt, hängt mit der Antwort auf die Frage zusammen: Wie gut kennt die Kundschaft den Auftritt ihrer Marke? Hier die Unterschiede zum W12-Boliden: Der Grill des V8-Modells ist immer schwarz, die Öffnungen in der unteren Frontschürze wurden anders geformt, die beiden Endrohrblenden treten jeweils als liegende Acht aus und das Bentley-B ist nicht schwarz sondern rot hinterlegt. Mit dem alten Bentley-Siegel ,red label" hat dies nichts zu tun. Ein vorbeihuschender W12-Continental und ein ebenso vorbeihuschender V8-Continental sehen also gleich aus.

Mehr Seitenbein Die Kabine gibt den Insassen das, was sie von einem Bentley haben wollen: Ledergeruch, Oberflächen und Nähte von sau...