Test Bentley Bentayga V8

Den Markt der SUVs, die so viel kosten, wie eine anständige Dreizimmerwohnung, teilt sich der Bentley Bentayga aktuell so ziemlich genau mit sich selbst. Blöderweise klaffte in besagtem Markt bislang eine gewaltige Lücke. Nicht jeder will einen monumentalen V12 mit mehreren Hektolitern Hubraum durch die Gegend fahren. In vielen Märkten allein schon aus steuerlichen Gründen. Und andere haben in ihrem fahrenden Chalais einfach keinen Bock auf rußig-nageligen Landmaschinen-Charme, selbst wenn Sie im Bentayga den wohl besten und schnellsten Diesel bekommen, den es derzeit gibt. In den Hauptmärkten USA und China beispielsweise wird der Selbstzünder ja gar nicht erst angeboten. Eine etwas arg beschränkte Auswahl also. Doch damit ist jetzt Schluss. Jawohl, Bentley gönnt seinem Verkaufsschlager einen neuen ,Einstiegsmotor". Wobei ,Einstieg" vielleicht nicht ganz das passende Wort ist, wenn man sich die Daten des 4,0-Liter-Biturbo-V8 zu Gemüte führt.

Vermutlich hat er sehr viel Kraft und kostet trotzdem ein Vermögen?
Und außerdem stimmt ,Einstieg" ja eigentlich gar nicht. Zumindest, wenn man ganz korrekt ist. Der Bentayga Diesel ist nämlich knapp 500 Euro günstiger. Bei einem Basispreis von 174.811 Euro sollte das aber keine all zu große Rolle spielen, nehme ich an. Außerdem kriegen Sie beim V8-Benziner immerhin 115 PS mehr. Wie im Porsche Cayenne Turbo, mit dem sich der Bentayga diesen wütend-wollüstigen Antrieb weitestgehend teilt, bringt er es auf 550 PS und 770 Newtonmeter.

Kann...