VW Golf Sportsvan mit 1.5 TSI im Test

Wer kauft heute noch einen Kompaktvan? Familien und Rentner? Oder Individualisten, denen der Trend zum SUV auf den Nerv geht? Leute, die viel transportieren und hoch sitzen wollen, aber ohne das ganze Offroad-Klimbim, das eigentlich ja doch nur eine Verkleidung ist? Vielleicht eine Mischung aus alldem. Eine Option für solcherlei Ansprüche ist der VW Golf Sportsvan, der nun ein Facelift erhielt. Wir haben den Wagen getestet.

Ohne "Freilauf / Motor aus"
Bei den Motoren ersetzt nun der 1.0 TSI mit drei Zylindern den 1.2 TSI mit vier Töpfen, der 1.5 TSI beerbt den 1.4 TSI. Die Dieselseite bleibt zum Marktstart (Ende des Jahres 2017) erstmal leer, im Frühjahr 2018 werden der 1.6 TDI mit 115 PS und der 2.0 TDI mit 150 PS nachgeschoben – altbekannte Motoren, nun aber mit SCR-Abgasreinigung. Für die Testfahrt wähle ich die 130-PS-Version des 1.5 TSI in der Kombination mit DSG. Denn diese müsste wie beim VW Golf und Golf Variant die neue Funktion "Freilauf / Motor aus (FMA)" bieten, dachte ich – der Verbrenner wird beim langsamen Gaswegnehmen zum Segeln stillgelegt. Doch im Golf Sportsvan wird eine abgespeckte Version ohne FMA eingesetzt. Schade.

Ausreichend: 200 Newtonmeter
Der Motor besitzt die vom alten 1.4 TSI ACT bekannte Zylinderabschaltung. Wie gehabt, bleibt der Zweizylindermodus aber nur bei extrem vorsichtigem Gasfuß aktiv. Nicht zu spüren ist, dass das Aggregat nach dem Miller-Brennverfahren arbeitet. Und dass der Turbo einen Verdichter mit variablem Durchmesser (VTG) bes...