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Tatsächlicher Verbrauch: BYD Atto 2 Plug-in-Hybrid (2026) im Test

Der BYD Atto 2 DM-i bietet eine sehr gute Ausstattung, viel Komfort und einen niedrigen Verbrauch außerorts

BYD Atto 2 Plug-in-Hybrid (2026), der Verbrauchstest
Bild von: Motor1.com

Unter den neuen Kompakt-SUVs mit Plug-in-Hybridantrieb macht der BYD Atto 2 DM-i auf sich aufmerksam: Er ist 4,33 Meter lang, hat einen elektrifizierten 1,5-Liter-Benziner mit 156 kW (212 PS), Frontantrieb und eine 18-kWh-Batterie, die eine ordentliche elektrische Reichweite und einen niedrigen Verbrauch verspricht.

Zumindest teilweise löst der Atto 2 mit Plug-in-Hybrid dieses Versprechen auch ein. In meinem Verbrauchstest habe ich einen Durchschnittsverbrauch von 4,15 Liter/100 km und Energiekosten von 32,48 Euro (27,62 Euro für Benzin und 4,86 Euro für Strom) für die 360 km lange Fahrt von Rom nach Forlì ermittelt. Beim Verlassen von Rom legte ich 96 km im Elektromodus zurück, bevor das Auto automatisch in den Hybridbetrieb wechselte.

BYD Atto 2: Die Testdaten

  2 DM-i Boost
Grundpreis in Italien 30.100 Euro
Testdatum 10. Juli 2026
Wetter ( Start / Ziel) Heiter, 37 Grad / Heiter, 33 Grad
Kraftstoffpreis 1,849 Euro/Liter (Benzin)
0,27 Euro/kWh (Strom)
Durchschnittsgeschwindigkeit Rom – Forlì 68 km/h
Reifen Hankook iON GT SUV
215/60 R17 96H
(EU-Label: A, B, 68 dB)

BYD Atto 2: Der Verbrauch

Wie hoch ist der Verbrauch des BYD Atto 2 unter den gängigsten Einsatzbedingungen? Beginnen wir mit den Tests bei voll geladener Batterie. Damit waren mindestens 75 km rein elektrisch möglich, unter idealen Bedingungen außerorts waren es sogar mehr als 110 km. Schade ist, dass DC-Schnellladen nicht verfügbar ist und die AC-Ladeleistung lediglich 6,6 kW beträgt.

BYD Atto 2 DM-i (2026) im Test
Bild von: Motor1.com Deutschland

Der Verbrauch bei leerer Batterie gibt keinen Anlass zur Sorge. Auf der (italienischen) Autobahn steigt er allerdings etwas deutlicher an. Der 45-Liter-Tank ermöglichte ordentliche theoretische Reichweiten von mehr als 550 km. Auf langsamen Landstraßenetappen kann die Reichweite mit einer Tankfüllung sogar in Richtung 1.400 km gehen.

BYD Atto 2: Der tatsächliche Verbrauch

  Verbrauch und theoretische Reichweite
  • Verbrauch im Stadt- und Überlandverkehr

5,8 Liter/100 km
774 km theoretische Reichweite
(Italienische) Autobahn
  • 8,1 Liter/100 km
    553 km theoretische Reichweite
Spritspartest
  • 3,2 Liter /100 km
    1.404 km theoretische Reichweite
Bordcomputer-Anzeige 4,1 Liter/100 km
An der Tankstelle ermittelter Verbrauch 4,2 Liter/100 km
Mittel aus diesen Werten 4,15 Liter/100 km
Reichweite im Elektromodus beim Verlassen von Rom 96 km

BYD Atto 2: Die technische Daten

  • Antrieb: Plug-in-Hybrid (Benzin, 1.498 cm³)
  • Systemleistung: 212 PS
  • CO2-Emissionen (WLTP): 41 g/km
  • Leergewicht: 1.620 kg
  • Abgasnorm: Euro 6E-BIS (gemäß EU-Verordnung 715/2007*2023/443EB)

BYD Atto 2: Wie hoch sind die Benzinkosten?

   
Reale Kosten (Rom–Forlì) 32,48 Euro
(27,62 Euro Benzin + 4,86 Euro Strom)
Monatliche Kosten (800 km pro Monat) 61,39 Euro
(ohne Stromkosten)
Reichweite mit 20 Euro 261 km
(ohne Stromkosten)
Reichweite mit einer Tankfüllung 1.084 km

BYD Atto 2: Verbrauch der Konkurrenten

Im Ranking unserer Testergebnisse landet der BYD Atto 2 DM-i mit 4,15 Liter/100 km im Mittelfeld. Er ist sparsamer als kompakte PHEV-SUVs wie der Cupra Terramar VZ 1.5 e-Hybrid DSG mit 272 PS (4,30 Liter/100 km), der Honda CR-V e:PHEV 2.0l (4,90 Liter) und der Alfa Romeo Tonale Plug-in-Hybrid Q4  (5,00 Liter), um nur die jüngsten Tests zu nennen.

BYD Atto 2 DM-i (2026) im Test
Bild von: Motor1.com Deutschland

Sparsamer als der BYD waren dagegen der  Skoda Kodiaq 1.5 TSI PHEV (3,60 Liter), der MG HS PHEV (3,50 Liter), der Geely Starray EM-i (3,45 Liter), der Jaecoo 7 Super Hybrid (3,45 Liter) und der VW Tiguan 1.5 TSI eHybrid DSG (3,10 Liter).

Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.

BYD Atto 2: Was mir gefallen hat – und was nicht

Das Testfahrzeug war ein italienischer BYD Atto 2 DM-i Boost, und zwar die stärkere Version mit 156 kW (212 PS) und der größeren Batterie mit 18 kWh. Zur Serienausstattung gehören 17-Zoll-Leichtmetallräder, Panoramadach, abgedunkelte hintere Scheiben, Dachreling, blaue Lackierung, Zweizonen-Klimaautomatik, elektrisch verstellbarer Fahrersitz, beheizbares Lenkrad und beheizbare Vordersitze sowie eine 360-Grad-Kamera und ein 12,8-Zoll-Touchscreen im Armaturenbrett. Das alles gibt es in Italien zu einem Preis von 30.100 Euro.

BYD Atto 2 DM-i (2026) im Test
Bild von: BYD

Angesichts der umfangreichen Ausstattung, des sehr guten Fahrkomforts und des ordentlichen Ladevolumens bei 4,33 Metern Länge ist das ein wirklich interessanter Preis.

Was mir gefällt Was mir nicht gefällt
Geringer Kraftstoffverbrauch außerhalb der Stadt Zu kleine Schrift im Kombiinstrument
Umfangreiche Ausstattung Bedienung der Klimaanlage nur per Touchscreen
Gutes Platzangebot im Innenraum Wenig zuverlässige Reichweitenanzeige im Bordcomputer
Hervorragender Fahrkomfort  

An diesem China-SUV habe ich das gute Platzangebot im Innenraum geschätzt, dem allerdings kein ebenso großzügiger Kofferraum gegenübersteht; auch eine Durchlademöglichkeit für lange Gegenstände fehlt. Ebenfalls positiv fällt der hohe Fahrkomfort auf. Auf der Negativseite stehen für mich das fehlende Head-up-Display und die fehlende elektrische Heckklappe. Zudem sind einige Anzeigen im Instrumentendisplay so klein, dass sie kaum lesbar sind, während die Reichweitenanzeige während der Fahrt zu stark schwankende Werte liefert.

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch ihres oder seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus dem Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Auf der Route wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.