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Für eine persönlichere Erfahrung

Kia PV5 Passenger (2026) im Test: VW ID. Buzz im Visier

Der Großraum-Koreaner überrascht mit solider Reichweite und einem wirklich fairen Preis

Kia PV5 Passenger (2026) im Test
Bild von: Kia

"I am the passenger, and I ride and I ride..." Nein, wir wollen Ihnen hier keine Gebrauchslyrik verkaufen. Die Zeilen von Iggy Pop passen aber verdammt gut zum Kia PV5 Passenger. Aus dem Nutzfahrzeug wird hier ein praktisches Elektroauto für Familien.

Mit seiner 71,2-kWh-Batterie bietet der Van eine Reichweite von 412 Kilometern zu einem attraktiven Preis. Kann der Koreaner dem etablierten VW ID. Buzz Paroli bieten?

Optisch folgt der Bus dem Prinzip "quadratisch, praktisch, gut". Die Front sieht modern aus, aber die Maße bleiben am Boden: 4,70 Meter Länge entsprechen eher einer Mittelklasse, 1,89 Meter Breite passen in viele Parklücken. Einzig die Höhe von knapp 1,90 Meter erfordert Umsicht vor tiefen Parkhäusern.

Kia PV5 Passenger (2026) im Test

Kia PV5 Passenger (2026) im Test

Bilder von: Kia
Kia PV5 Passenger (2026) im Test

Kia PV5 Passenger (2026) im Test

Im Cockpit punktet der Kia mit tief ausgeschnittenen Seitenfenstern für beste Übersicht. Zusammen mit großen Außenspiegeln und den optionalen 360-Grad-Kameras verliert der kastenartige Aufbau seinen Schrecken im Stadtverkehr.

Viel Platz und flexible Details im Innenraum

Innen empfängt einen im PV5 eine hohe Sitzposition und ein durchgehender Fußraum. Optional gibt es elektrische Schiebetüren hinten. Unser Testwagen trat als Fünfsitzer an, für etwa 2.000 Euro Aufpreis stehen sechs oder sieben Sitze bereit. Der Kofferraum schluckt gewaltige 1.330 bis 3.615 Liter.

Beim Umlegen der Sitze entsteht zwar eine Stufe, aber das Ladevolumen übertrifft sogar den ID. Buzz mit seinen 1.340 bis 3.456 Litern. Praktisch sind die vielen Ablagen sowie eine 230-Volt-Steckdose mit V2L-Funktion für externe Geräte mit bis zu 3,6 kW. USB-C-Anschlüsse und Sitzheizung hinten runden das Bild ab.

Während das Basismodell mit 51,5-kWh-Batterie auf 89 kW (122 PS) kommt, rollte unser Testwagen mit der großen 71,2-kWh-Batterie und 120 kW (163 PS) vor. Alle Varianten nutzen Frontantrieb. In rund 10,5 Sekunden geht es von 0-100 km/h. Das reicht für den 2,2 Tonnen schweren Bus völlig aus.

Das Fahrerlebnis ist leise, entspannt und wendig. Autobahnbolzer werden mit der Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h zwar nicht glücklich, dafür belohnt der Stromer seine Insassen mit wohltuender Ruhe im Innenraum und einer guten Federung trotz Verbundlenkerachse.

Solides Laden und ein starker Preis

An der Schnellladesäule nimmt die Batterie maximal 150 kW auf. Kürzere Ladezeiten als die offiziellen 30 Minuten für 10 bis 80 Prozent wären mit der bekannten 800-Volt-Technik der Marke möglich gewesen, hier verbaut Kia jedoch nur 400 Volt. Dafür überrascht der Verbrauch: Auf der Landstraße begnügte sich der PV5 im Test mit 16,3 kWh auf 100 Kilometern. Das ist gemessen an der Schrankwand-Form echt ordentlich.

Preislich startet der PV5 Passenger mit dem großen Akku bei fairen 42.390 Euro. Die empfehlenswerte "Elite"-Ausstattung kostet 45.440 Euro. Zum Vergleich: Der VW ID. Buzz mit 79-kWh-Batterie und einer Reichweite von 460 Kilometern schlägt erst ab 56.061 Euro zu Buche. Und eine VW e-Caravelle ist mit über 66.000 Euro für höchstens 370 Kilometer Reichweite schlicht extrem teuer.

Fazit: Bodenständig und durchdacht

Der Kia PV5 Passenger macht verdammt viel richtig. Er bietet extrem viel Platz, fährt angenehm leise und schont das Portemonnaie im Vergleich zur Konkurrenz spürbar. Dass man auf die superschnelle 800-Volt-Ladearchitektur verzichten muss, ist bei diesem Preis-Leistungs-Verhältnis absolut verschmerzbar.

Den ausführlichen Testbericht mit allen Eindrücken und Bildern finden Sie auf InsideEVs.de.