Tatsächlicher Verbrauch: Dacia Sandero als Benziner im Test
Wie viel Sprit verbraucht der Dacia Sandero Streetway im realen Verkehr?
Wer ein einfaches Auto mit Schaltgetriebe, Frontantrieb und Benzinmotor ohne Elektrifizierung sucht, kann sich nach wie vor auf den Dacia Sandero verlassen – insbesondere auf die Streetway-Version, die am puristischsten und am günstigsten ist.
Der Dacia Sandero Streetway, Europas meistverkauftes Auto bei Privatkunden, steht auch im Mittelpunkt dieses neuen Verbrauchstests unter Realbedingungen. Ich habe ihn als TCe 100 mit 1,0-Liter-Turbobenziner mit 100-PS-Dreizylinder und Sechsgang-Schaltgetriebe gefahren.
Mit dem rumänischen Fünftürer habe ich auf unserer 360 Kilometer langen Standard-Teststrecke von Rom nach Forlì einen Durchschnittsverbrauch von 4,15 Liter/100 km ermittelt. Die Kraftstoffkosten für die Fahrt beliefen sich auf 27,03 Euro.
- Dacia Sandero (2026): Die Testdaten
- Dacia Sandero (2026): Der Verbrauch
- Dacia Sandero (2026): So viel verbrauchen die Konkurrenten
- Dacia Sandero (2026): Wie er fährt
Dacia Sandero (2026): Die Testdaten
| Dacia Sandero Streetway Expression TCe 100 | |
| Grundpreis | 16.800 Euro |
| Testdatum | 18. Juni 2026 |
| Wetter (Start/Ziel) | Heiter, 37 Grad / Heiter, 35 Grad |
| Kraftstoffpreis | 1,809 Euro/Liter (Benzin) |
| Durchschnittsgeschwindigkeit Rom – Forlì | 71 km/h |
| Reifen | Laufenn S Fit 2 LK12 195/55 R16 87H |
Dacia Sandero (2026): Der Verbrauch
Auch abseits unserer Standardstrecke zeigte sich der Dacia Sandero Streetway als Benziner ordentlich sparsam. Dabei liegt der Verbrauch im gemischten Stadt-/Landstraßenbetrieb erstaunlich nahe am Wert für die (italienische) Autobahn. Besonders niedrig ist der Verbrauch dagegen bei konstantem Tempo außerorts.
Dank des 50-Liter-Benzintanks sind theoretisch mindestens 780 Kilometer mit einer Tankfüllung möglich – unter idealen Bedingungen sogar fast 1.700 Kilometer.
Dacia Sandero (2026): Die Realverbrauchswerte
| Verbrauch und theoretische Reichweite | |
|
6,2 Liter/100 km 805 km theoretische Reichweite |
| Autobahn |
|
| Spritspartest |
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| Bordcomputer-Verbrauch | 4,2 Liter/100 km |
| An der Tankstelle ermittelter Verbrauch | 4,1 Liter/100 km |
| Mittel aus diesen Werten | 4,15 Liter/100 km |
Dacia Sandero (2026): Technische Daten
- Antrieb: Benzin, 999 cm³
- Leistung: 100 PS
- CO2-Emissionen (WLTP): 121 g/km
- Leergewicht: 1.059 kg
- Abgasnorm: Euro 6E-BIS-FCM
Dacia Sandero (2026): wie hoch sind die Benzinkosten?
| Kosten | |
| Tatsächliche Kosten (Rom–Forlì) | 27,03 Euro |
| Monatliche Kosten (800 km pro Monat) | 60,06 Euro |
| Reichweite mit 20 Euro | 266 km |
| Reichweite mit einer Tankfüllung | 1.205 km |
Dacia Sandero (2026): So viel verbrauchen die Konkurrenten
Mit einem Durchschnitt von 4,15 Liter/100 km platziert sich der Dacia Sandero Streetway weit vorn im Ranking unserer Testverbräuche. Er liegt gleichauf mit dem Seat Ibiza FR 1.5 TSI Evo DSG ACT, dem VW Golf 1.5 eTSI Evo ACT Style DSG und dem schon etwas älteren Dacia Sandero Streetway 1.0 TCe mit 90PS.
Unser Testkandidat ist auch sparsamer als der Citroën C3 Turbo 100cv Manuale (4,50 Liter/100 km), der Skoda Fabia 1.0 TSI 95 PS (4,60 Liter) und der Fiat Grande Panda Hybrid 110 (5,00 Liter), um nur einige der jüngsten Tests zu nennen.
Sparsamer als der Dacia waren dagegen der Fiat Panda 1.0 Hybrid 70 CV Pandina (4,10 Liter), der Lancia Ypsilon 1.2 Hybrid 110 PS (4,05 Liter) und der Suzuki Swift 1.2 Hybrid 4WD Allgrip (ebenfalls 4,05 Liter), der Suzuki Swift 1.2 Hybrid 2WD (3,90 Liter) und der Peugeot 208 Hybrid 100 E-DCS6 (3,85 Liter).
Dacia Sandero (2026): Was mir gefallen hat – und was nicht
Bei dem gefahrenen Auto handelte es sich um einen italienischen Dacia Sandero Streetway Expression TCe 100, also die Einstiegsvariante der Baureihe. Neben dem 1,0-Liter-Turbobenziner mit 100-PS-Dreizylinder, Frontantrieb und Sechsgang-Schaltung bietet sie serienmäßig 16-Zoll-Stahlfelgen, Nebelscheinwerfer, die Lackierung in "Gletscherweiß", eine manuelle Klimaanlage, vier elektrische Fensterheber sowie einen zentralen 10-Zoll-Bildschirm mit Bluetooth-Konnektivität. Mit der Lackierung in "Sandstone" liegt der italienische Listenpreis bei 17.500 Euro.
| Was mir gefällt | Was mir nicht gefällt |
| Einfaches und intuitives Fahren | Geräuschpegel im Innenraum |
| Viel Platz für Insassen und Gepäck | Die Innenausstattung könnte verbessert werden |
| Die Ausstattung entspricht dem Preis | Häufiges Herunterschalten bei Steigungen auf der Autobahn |
| Sehr geringer Spritverbrauch außerhalb der Stadt |
Das ist einer der niedrigsten Preise überhaupt auf dem Automarkt. Die schlichte und rationale Auslegung des Sandero ist gelungen. Das Auto ist einfach und intuitiv zu fahren. Hinzu kommen ein ordentliches Ladevolumen, ein gutes Platzangebot im Innenraum und eine für diesen Preis angemessene Ausstattung. Weniger überzeugend sind dagegen die Geräuschkulisse im Innenraum (auch aus dem Motorraum), die wahrgenommene Qualität mancher Materialien und die Notwendigkeit, auf leicht ansteigenden Autobahnpassagen häufig zurückzuschalten.
Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.
Und so ermitteln wir den Verbrauch
Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.
Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).
Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.
Auf der Route wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.
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