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Sportwagen der Superlative: Ferrari 612 Scaglietti im Test
Satte 540 PS, 4,2 Sekunden Sprint-Zeit und 320 km/h: Edel-Bolide für Vier

Fabian Grass 
Von: Fabian Grass
15. Sep. 2006 um 19:27 Uhr
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Super schön, super stark, super schnell: Der Ferrari 612 Scaglietti ist ein Sportwagen der Superlative. Vor allem ist er ein Sportwagen für vier: In den Fond passen bei Bedarf zwei Gäste, um die Symphonie für zwölf Zylinder von dort zu genießen. Wer Karten für die Loge weiter vorn gekauft hat, ist dem Geschehen näher und kann dem unnachahmlichen Sound von dort lauschen.
Elegant und hochwertig eingerichtet
Doch wer wie ich als Dirigent die Schar der 540 Pferde befehligen darf, hat den besten Platz im 612 Scaglietti. Und das darf man wörtlich nehmen: Der Ferrari ist dermaßen elegant und hochwertig eingerichtet, dass ich mich sofort wohl fühle. In der Hand halte ich das griffige Lenkrad mit den Formel-1-Schaltwippen dahinter. Ein Schumi-Gefühl kommt trotzdem nicht auf, ich fühle mich eher wie in einer Limousine à la Maserati Quattroporte und nicht wie im früheren Dienstwagen des Weltmeisters. Ich bin überrascht, wie handlich und agil sich der 612 rangieren lässt.
Triebwerk gezündet
Der Name 612 kommt von (fast) sechs Litern Hubraum und zwölf Zylindern. Das kraftvoll-unterdrückte Blubbern des V12 ist im Leerlauf und beim Cruisen ein Genuss für die Ohren. Gleichzeitig verspricht dieser Ton nicht zuviel von dem was passiert, wenn die Straße frei ist und der rechte Fuß nach vorn will. Der Ferrari zieht an, als würde ein Triebwerk gezündet und sprintet in 4,2 Sekunden auf Tempo 100.
Schalten am Lenkrad
Ich bin froh, dass ich am Lenkrad zack-zack die Gänge schalten kann und das Volant nicht loslassen muss. In den Bergen um Modena ist das auch nötig, denn hier zeigt der Viersitzer-Bolide seine wahren Sport-Gene: Er lässt sich exakt um Biegungen zirkeln, wie man das von einem Ferrari erwartet und bleibt dabei komfortabel und souverän, wie ich das von einem Sportwagen dieser Extra-Qualität eigentlich nicht vermutet hätte. Der Bolide verfügt über das Transaxle-Prinzip: Der Motor ist vorn, das Getriebe an der Hinterachse untergebracht. Das schafft eine Gewichtsverteilung von 54 Prozent hinten und 46 Prozent vorn. Noch ein wichtiger Wert: 221.800 Euro kostet der 612 Scaglietti.
(hd)
Preisliste
Ferrari 612 Scaglietti F1-Schaltung
Grundpreis: 221.800 Euro
Ausstattungen Preis in Euro ABS Serie ESP Serie ASR Serie Airbag Fahrer Serie Airbag Beifahrer Serie elektr. Fensterheber vorn Serie elektr. verstellbare Außenspiegel Serie Klimaautomatik Serie Zentralverriegelung mit Fernbed. Serie Automatikgetriebe Serie Bildschirmnavigation Serie CD-Radio Serie MP3 Serie Metalliclackierung Serie Leichtmetallfelgen Serie Sitzhöheneinstellung Serie Lederausstattung Serie Xenonlicht Serie
Handling Paket GTS mit 19-Zöllern, Sportbereifung, sportlicherer Fahrwerksabstimmung, Sportabgasanlage 10.555 Handling Paket GTS mit 19-Zöllern, Sportbereifung, sportlicherer Fahrwerksabstimmung, Sportabgasanlage, Karbon-Keramikbremsen 22.620
Datenblatt
Motor und Antrieb Motorart V-Benzinmotor Zylinder 12 Ventile 4 Hubraum in ccm 5.748 Leistung in PS 540 Leistung in kW 397 bei U/min 5.250 Drehmoment in Nm 588 Antrieb Heckantrieb Gänge 6 Getriebe Automatik Fahrwerk Spurweite vorn in mm 1.688 Spurweite hinten in mm 1.641 Maße und Gewichte Länge in mm 4.902 Breite in mm 1.957 Höhe in mm 1.344 Radstand in mm 2.950 Leergewicht in kg 1.840 Kofferraumvolumen in Liter 240 Tankinhalt in Liter 108 Kraftstoffart Super Plus Fahrleistungen / Verbrauch Höchstgeschwindigkeit in km/h 320 Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 4,2 EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 20,7 CO2-Emission in g/km 475
Bildergalerie: Edel-Hengst

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