Test Renault Mégane R.S.

Das hier ist der neue Renault Mégane R.S. Menschen, die Autofahren eher als lästige Pflicht betrachten, wird das vermutlich nicht sonderlich interessieren. Menschen, die sich gerne von ihrem Stuhl massieren lassen, während sie autonom die Autobahn runterschießen, auch nicht. Für einen ganzen Haufen Sportfahrer aber, für all die Feierabend-Rennfahrer, Bergpass-Artisten und alles, was sich selbst irgendwie als Enthusiast bezeichnen würde, ist der Mégane R.S. eine Art Messias. Eine Legende der bezahlbaren Fahrspaß-Kompetenz. Sie können sich vorstellen, was das für die Neuauflage bedeutet. Sie kann eigentlich nur verlieren.

Warum kann die Neuauflage nur verlieren?
Weil sich dieses Auto schon immer an eine sehr spezielle Klientel gerichtet hat. Komfort? Luxus? Relativ egal. Der Mégane R.S. war schon immer echter als die ganzen anderen; feinnerviger, kein kompromissbehafteter Waschlappen für eine möglichst breite Zielgruppe. Er war schon immer ein Raubein für Puristen. Hart aber herzhaft. Bisschen viel Plastik, bisschen viel Rücken, verdammt viel Grinsen. Sollten Sie mal in der Eifel rund um den Nürburgring unterwegs sein, werden Sie sehen, was ich meine. Hier hat gefühlt jedes dritte Auto einen riesigen Rhombus im Gesicht und die zwei schnellsten Buchstaben auf dem Heck. Wie kaum ein anderes Auto ist der Mégane R.S. ,Grüne-Hölle-approved", hielt hier lange und mehrmals den Fronttriebler-Rundenrekord. Auch das neue Modell wird wieder einen Versuch unternehmen, die 7:43 Minuten des Ho...