Brabus Bodo Cabriolet: Das ist das 1.000-PS-Biest aus Bottrop
Die Hommage an den Firmengründer kommt mit überarbeitetem 5,2-Liter-V12-Biturbo, 359 km/h Spitze ... und in weiß
Das Dach ist weg, die Zahlen steigen: Brabus hat in der Sonne von Monterey seine bislang wildeste Kreation präsentiert. Vorgestellt am 14. August bei The Quail, ist das Brabus Bodo Cabriolet das offene Gegenstück zum bereits extravaganten Bodo Hyper-GT Coupé und tritt als 1.000 PS starke Machtdemonstration mit Karosserie aus Carbon auf.
Das ist Coachbuilding auf die Spitze getrieben. Ein Aston Martin Vanquish Volante mit völlig neuer Karosserie aus Carbonfaser, stark überarbeitetem V12, einem Preis im siebenstelligen Euro-Bereich und einer auf zwei Stellen begrenzten Stückzahl, die es sich mit dem geschlossenen Modell teilt.
Technische Daten und Leistung
Unter der langen Motorhaube aus Carbon arbeitet Aston Martins 5,2-Liter-V12-Biturbo in Frontmittelmotor-Bauweise. Brabus hat ihn mit neuer Hardware und angepasster Abstimmung überarbeitet, sodass er 1.000 PS und 1.200 Nm an die Hinterräder schickt. Kombiniert wird das Ganze mit einer Achtgang-Automatik und einem Sperrdifferenzial, womit das Cabriolet die gleiche Spitzenleistung wie das Bodo Gran Turismo Coupé bietet.
Die Karosserie besteht vollständig aus Carbonfaser und wird im Prepreg-Verfahren im Brabus-Werk in Bottrop gefertigt. So bleibt das Trockengewicht trotz der Abmessungen und Technik bei 1.774 Kilogramm. Mit einer Länge von 5,06 Metern, einer Breite von 2,03 Metern und einer Höhe von 1,30 Metern ist es klar eher Hyper-GT als kompakter Supersportwagen. Und das Ding bietet eine Präsenz, die zur Leistung und zum Grundpreis von 1.077.000 Euro passt.
Das Bodo Cabriolet rollt auf 22-Zoll-Brabus-Monoblock-Z-GT-Rädern und nutzt ein aktives Aerodynamikpaket mit integriertem vorderem Carbon-Spoiler sowie elektrisch ausfahrbarem Heckflügel. Wer coachbuilt Restomods wie den Mercedes 600 Restomod von Brabus oder High-End-Projekte wie den Mercedes-Benz 190E Evo II Restomod verfolgt, erkennt die gleiche maßgeschneiderte Handschrift. Die technische Basis und das Interieurkonzept gehen jedoch klar auf den Vanquish als Spenderfahrzeug zurück.
Stückzahl und Fahrleistungen
Das Bodo Cabriolet ist weltweit auf 77 Exemplare limitiert, wobei sich diese Zahl auf Cabriolet und bereits erhältliches Coupé zusammen bezieht. Dadurch ist jede offene Version noch seltener. Brabus beschreibt das Modell als vollständig coachbuilt aufgebauten offenen Supersportwagen, der individuell auf Bestellung gefertigt wird. CEO Constantin Buschmann bezeichnet es als ein Auto, das "in jedem Detail so geschaffen wurde, wie er es selbst fahren würde" – ein Hinweis darauf, wie persönlich das Projekt im Unternehmen verankert ist.
Die angegebenen Fahrleistungen passen zur Dramatik des Datenblatts. Das Bodo Cabriolet soll den Sprint 0 auf 100 km/h in 3,0 Sekunden absolvieren und eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 359 km/h erreichen. Von 0 auf 300 km/h geht's in fixen 23,9 Sekunden – Zahlen, die zu früheren Bodo-Roadster-Leistungsvorschauen und anderen extrem seltenen offenen Supersportwagen-Neuvorstellungen in Pebble Beach passen.
Wer sich eine lange Etappe auf einer unbegrenzten Autobahn vorstellt, erkennt schnell: Die elektronisch auf 359 km/h begrenzte Spitze und der vom Vanquish abgeleitete V12 machen deutlich, dass es sich hier nicht bloß um eine Designübung handelt, sondern um eine echte Hochgeschwindigkeitsmaschine.
Als streng limitiertes Hyper-GT ohne Dach mit 1.000 PS, 359 km/h Vmax und Aston-Martin-Wurzeln bewegt sich das Brabus Bodo Cabriolet in jener dünnen Luft, die sonst den extremsten Exoten am Markt vorbehalten ist.
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