Bei diesem krassen Unfall auf einem Bahnübergang wurde niemand verletzt
Wie durch ein Wunder ging das Unglück in Polen glimpflich aus
Wir kennen es alle aus eigener Erfahrung, auch der Autor dieser Zeilen. Am Bahnübergang senken sich die Schranken und man wartet gefühlt minutenlang, bis der Zug kommt. Und vielleicht kommt noch einer aus der anderen Richtung. Da kann man schon mal die Geduld verlieren.
So wie dieser Fahrer eines Opel Movano in Polen. Er will sich am Morgen des 1. August im polnischen Wola Filipowska im Landkreis Krakau an den zunächst herabgehenden Halbschranken durchschlängeln. Trotz aktivierter Warnsignale. Doch er vergisst offenbar, dass es an beiden Seiten des Bahnübergangs jeweils zwei dieser Halbschranken gibt. Bevor er das rettende Ufer erreicht, senkt sich dort die zweite Schranke.
Bildergalerie: Transporter-Unfall auf einem Bahnübergang
Nachdem das geschehen ist, sitzt der Lieferwagen in der Falle. Das Fahrzeug ist zu lang, die hintere Hälfte steht auf den Schienen. Der Fahrer versucht zwar zunächst noch einen Ausweg zu suchen, sieht aber schnell die Sinnlosigkeit seines Unterfangens ein. Immerhin gelingt es ihm noch, seinen Wagen so zu stellen, dass der Zug "nur" auf das Ladeabteil trifft.
Kurz darauf kollidiert ein herannahender Schnellzug auf der Strecke Swinemünde–Krakau mit dem Fahrzeug, reißt es auseinander und schleudert es von den Gleisen. Erstaunlicherweise bleiben sowohl der Fahrer als auch der Lokführer und alle Passagiere unverletzt. Der Fahrer des Transporters bleibt erstaunlich ruhig hinter dem Lenkrad sitzen, vermutlich um den Schock zu überwinden. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, weshalb der Fahrer die Sicherheitsvorrichtungen missachtete.
Die Polizei nutzte den Vorfall, um erneut auf die Gefahren am Bahnübergang hinzuweisen. Sie appelliert, vor der Überfahrt anzuhalten, den Blick in beide Richtungen zu richten, Signale zu beachten und niemals auf den Gleisen zum Stillstand zu kommen. Bei zähfließendem Verkehr solle der Übergang erst befahren werden, wenn sichergestellt ist, dass er ohne Halt vollständig passiert werden kann.
In Deutschland gibt es rund 15.000 Bahnübergänge. Davon sind ein Teil mit Halbschranken ausgestattet, die etwa 37 Prozent der Bahnübergänge im untersuchten Gebiet ausmachen, wie Unfallforscher der Versicherer berichten. Unsere Bitte deshalb: Fahren Sie niemals, wirklich NIEMALS, noch über einen Bahnübergang, wenn sich die Schranken schon senken. Nur selten geht das so glimpflich aus wie in Polen.
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