Cupra Tavascan: Das Interieur des Elektro-SUV im Detail
Nachhaltige Materialien, viel Technik und eine spezielle Optik
Mit dem Tavascan hat Cupra seit Mitte 2024 sein erstes Elektro-Coupé-SUV im Programm. Und es ist nicht unerfolgreich: In Deutschland konnte der Tavascan im ersten Halbjahr rund 6.000 Neuzulassungen verzeichnen.
Das Interieur des Cupra Tavascan folgt konsequent dem Prinzip „Fahrer im Mittelpunkt“ und verbindet futuristisch-raffiniertes Design mit dem Anspruch auf Nachhaltigkeit. Die Innenraumgestaltung nutzt recycelte und pflanzenbasierte Materialien, darunter Leinenstoffe aus Naturfasern wie Flachs und Hanf, sowie recycelten Polyester – ein Konzept, das Cupra bereits in anderen Modellen umsetzt.
Interieur
Das Armaturenbrett wirkt skulptural: Eine zentrale, trapezförmige "Wirbelsäule" verbindet optisch und physisch die Mittelkonsole mit der oberen Tafel und trennt die Sitze elegant voneinander. Dieser Spin erzeugt einen architektonischen Effekt, der den Innenraum gliedert und gestalterische Klarheit schafft. Der obere Bereich des Cockpits ist dynamisch modelliert, während bronzefarbene Zierteile dezente Highlights setzen.
Technisch dominiert der serienmäßige Touchscreen mit einer Diagonale von 15 Zentimetern – das größte Display, das bislang in einem Cupra verbaut wurde. Eine integrierte beleuchtete Touchleiste ermöglicht die Bedienung von Lautstärke und Klimatisierung. Die Oberfläche unterstützt Sprachsteuerung und bietet individuell konfigurierbare Benutzeroberflächen.
Neben Apple CarPlay und Android Auto ist kabellose Smartphone-Integration möglich. Ergänzend stehen ein 5,3‑Zoll-Instrumentendisplay sowie – je nach Ausstattung – ein Head‑up‑Display zur Information von Geschwindigkeit und Tempolimits zur Verfügung.
Cupra Tavascan, das Innere
Das Ambiente profitiert von diffuser LED-Beleuchtung – auch in den Türverkleidungen – sowie einem Sennheiser-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern. Die serienmäßigen Sportsitze bieten Seitenhalt; wählbar sind zudem die CupBucket-Sitze von Sabelt mit Rückenteilen aus Naturleinen, eine optionale Nachhaltigkeitslösung aus dem Rennwagen-Programm CarExpert.
Materialien und Verarbeitung
Der Innenraum des Tavascan zeichnet sich durch eine Auswahl an nachhaltigen und hochwertigen Materialien aus.
Cupra Tavascan Sitze
Die Sitze können mit recycelter Mikrofaser oder mit einem Stoff aus 90 Prozent recyceltem Polyester bezogen werden, wobei die Oberflächen in Soul Black und Dark Night erhältlich sind. Einige Versionen bieten auch einen exklusiven Farbton namens Enceladus Grey Metallic, der auf die CupBucket-Sitze abgestimmt ist.
Soft-Touch-Materialeinsätze, satinierte Metalldetails und gut verarbeitete Oberflächen vervollständigen das Bild und vermitteln Robustheit und ein Gefühl von Qualität. Die Verarbeitung wird insgesamt als solide eingestuft: Trotz teils harter Kunststoffe ist die Passgenauigkeit überzeugend, und größere Kritikpunkte entstehen selten.
Geräumigkeit und Kofferraum
Mit Abmessungen von 4,64 Meter Länge, 1,86 Meter Breite und 1,60 Meter Höhe basiert der Tavascan auf dem MEB-Plattformbaukasten des VW‑Konzerns – technisch verwandt mit dem VW ID.5 oder Skoda Enyaq Coupe. Der Fußraum ist großzügig, der Verzicht auf einen Mitteltunnel verbessert die Beinfreiheit im Fond. Auch große Erwachsene finden ausreichend Platz, trotz leicht geneigter Dachlinie.
Der Kofferraum bietet 540 Liter Volumen, ist elektrisch öffnend, verfügt über einen doppelten Boden und eine Ladekabelfach. Die hinteren Sitze lassen sich umklappen, wenngleich der Ladeboden nicht völlig eben liegt. Anders als bei vielen EV-Konkurrenten fehlt jedoch ein vorderer Kofferraum (Frunk).
Abgerundet wird das Gesamtbild durch bis zu 340 PS Systemleistung, Allradantrieb in der VZ‑Version, eine Reichweite von bis zu 569 km nach WLTP sowie Ladefähigkeit von 10 auf 80 Prozent in etwa 28 Minuten bei 135 kW DC-Ladung.
Auch interessant
H&R-Tieferlegungsfedern für den Cupra Tavascan
Lamborghini präsentiert limitiertes 1015-PS-Sondermodell des Revuelto
Euro NCAP schlägt Alarm: Gefährliche Sicherheitslücke beim MG3
Ineos Grenadier Trialmaster X vereint Offroad-Extrem mit Luxus
Mazda will mit neuem CX-3 ab 2027 mehr Stückzahlen erzielen
Citroën e-C3 You Urban Range (2026): Die günstige Basis im Test
Lotus entwickelt V8-Supersportwagen mit über 1.000 PS (Update)