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Neuer Nissan Micra (2025): Im Zeichen des 5

Die Abstammung des Elektro-Kleinwagens ist unübersehbar

Nissan Micra (2025)
Bild von: Nissan

Der Nissan Micra kehrt in das europäische B-Segment zurück: Ende 2025 rollt die sechste Generation Kleinwagenikone als rein elektrisches, voll vernetztes Fahrzeug auf den europäischen Markt. Möglich macht das Comeback die Kooperation mit Renault. 

Der Start des neuen Nissan Micra markiert den nächsten Schritt der großen Produktoffensive von Nissan in Europa: Bis 2027 ist die Einführung von insgesamt vier neuen vollelektrischen Modellen geplant – neben dem Nissan Micra sind der neue Leaf, der Juke und ein neues A-Segment-Modell angekündigt. Hinzu kommt die dritte Generation der e-Power-Technologie von Nissan, die im Bestseller Qashqai Einzug hält.

Bildergalerie: Neuer Nissan Micra (2025)

Enge 5-Verwandtschaft

"Der im europäischen Nissan-Designzentrum in London entworfene neue Micra besitzt eine frische und eigenständige Optik". So sagt es der Hersteller. Doch man erkennt ziemlich schnell, dass es sich in weiten teilen um den elektrischen Renault 5 handelt. Schlecht ist das nicht, Nissan hat Front und Heck eigenständige Akzente gesetzt.

Die serienmäßigen 18-Zoll-Räder sind in zwei Ausführungen erhältlich: Mit Radkappen sowie als Leichtmetallfelgen. Die großen Felgen und die dunklen Radlaufverkleidungen verleihen dem Modell laut Hersteller "eine starke und solide Präsenz".

Die leicht hervorstehenden Scheinwerfer begrüßen Fahrerinnen und Fahrer beim Entriegeln des Fahrzeugs mit einem kurzen, pulsierenden "Willkommensblinken". Die Rückleuchten zeichnen sich durch ein schlichtes LED-Lichtdesign mit kreisförmigen Lichtelementen aus.

Nissan Micra (2025)

Nissan Micra (2025)

Bild von: Nissan
Renault 5 E-Tech Electric Roland-Garros (2025)

Renault 5 E-Tech Electric Roland-Garros (2025)

Bild von: Renault

Von der Ecke des Scheinwerfers bis zum Ende der hinteren Tür zieht sich auf Höhe der Gürtellinie eine Vertiefung über die Karosserie, die die Designer als "Ice Cream Scoop" bezeichnen: Die feine Linie ist etwa einen Zentimeter breit und erinnert an die Form, die ein Eisportionierer erzeugt, der über unberührte Eiscreme gezogen wird.

Der Innenraum des Nissan Micra entsprechend weitestgehend dem seines Renault-Cousins. Es gibt ein Dreispeichen-Lenkrad und ein konfigurierbares 10,1-Zoll-Instrumentendisplay mit hoher Auflösung. Je nach Ausstattung befindet sich mittig ein 7- oder 10,1-Zoll-Touchscreen-Display, das eine komfortable Bedienung von Navigations-, Audio- und Telefonfunktionen erlaubt, die Insassen. Der Bildschirm ist leicht zum Fahrer ausgerichtet.

2026 Nissan Micra
Bild von: Nissan

Bei einer Länge von 3,97 Meter und einer Breite von 1,77 Meter ist der Nissan Micra für den Einsatz im urbanen Umfeld prädestiniert. Der Radstand von 2,54 Meter drückt die Räder in die äußeren Ecken der Karosserie. Der neue Nissan Micra wird ausschließlich als Fünftürer angeboten.

Das Kofferraumvolumen beträgt wie beim Renault 326 Liter. Durch Umklappen der Rücksitze im Verhältnis 40:60 lässt sich das Ladevolumen auf bis zu 1.106 Liter erweitern.

Bis zu 408 Kilometer Reichweite

Auch die Technik liefert Renault. Wie im 5 gibt es auch im Micra zwei Batteriegrößen zwischen 310 und 408 Kilometer Reichweite. Diese sind 40 kWh und 52 kWh groß. Insgesamt wiegt der neue Micra zwischen 1.400 und 1.524 Kilogramm.

Mit dem 100-kW-DC-Lader (oder 80 kW bei der 40-kWh-Batterie) dauert das Aufladen von 15 auf achtzig Prozent nur rund dreißig Minuten. Zur Steigerung der Effizienz unterwegs und beim Laden verfügen beide Batterievarianten serienmäßig über eine Wärmepumpe sowie über eine Batterieheizung und -kühlung.

Der neue Nissan Micra live gesehen

Der neue Nissan Micra live gesehen

Bild von: Motor1 Italy

Beide Batterievarianten sind außerdem mit der "Vehicle-to-Load" Technologie (V2L) ausgerüstet. Dadurch lässt sich die in der Batterie gespeicherte Energie auch zum Betreiben externer Geräte wie Lautsprechern, Luftpumpen oder sogar Staubsaugern nutzen.

Google an Bord

Der neue Micra ist das zweite Fahrzeug der europäischen Modellpalette, das Google als Teil des NissanConnect-Infotainmentsystems integriert – und damit serienmäßig mit Google Maps ausgestattet ist. Nach der Anmeldung können Fahrerinnen und Fahrer mit ihrem persönlichen Google-Konto auf ihre Lieblingsorte zugreifen. Das reduziert die Abhängigkeit von Mobiltelefon und dem Mobilfunknetz. Over-the-Air-Updates sorgen dafür, dass die Karteninformationen stets aktuell sind.

Zudem spielt Google Maps eine zentrale Rolle bei der Routenplanung im Nissan Micra: Es schlägt verfügbare Ladestationen entlang der eingegebenen Route vor, berücksichtigt dabei den aktuellen Batterieladestand und den Energieverbrauch und konditioniert sogar die Batterie entsprechend vor, um den Ladevorgang zu optimieren.

Hinsichtlich der Preise hat sich Nissan noch nicht festgelegt. Wir würden schätzen, dass sie leicht unter denen des Renault 5 liegen werden.