A390 (2025): So könnte der erste Alpine-Crossover aussehen
Historischer Wendepunkt für die französische Marke: Im Mai wird der elektrische A390 vorgestellt. Er soll 600 PS haben und den Fahrspaß in den Mittelpunkt stellen.
Der Sportwagenhersteller Alpine befindet sich mitten in einem gewaltigen Umbruch. Nach Jahren, in denen die Leichtbau-Kurvenfräse A110 das einzige Modell der Marke war, erweitert man nun schnellen Schrittes sein Portfolio. Die französische Marke hat einen Elektrifizierungsprozess eingeleitet, der neue Marktsegmente erschließen soll. Nach dem Launch des kompakten A290 folgt nun der größere A390.
Der erste elektrische Crossover des Unternehmens wird am 27. Mai 2025 debütieren. Dank zahlreicher Erlkönigbilder, Teaser und Videos wissen wir bereits einiges über das neue Modell. Zudem zeigte ja das A390β-Concept, das vergangenen Oktober auf dem Pariser Autosalon präsentiert wurde, wo die Reise hingeht. Basierend auf diesen Informationen wagen wir einen ersten Blick auf das Design der neuen Alpine.
Keine "gewöhnliche" Alpine
Unser Rendering zeigt eine A390 mit einem dynamischen, futuristischen Look. Inspiriert vom Konzeptfahrzeug und den offiziellen Teasern zeichnet sich unsere Visualisierung durch eine markante Fastback-Silhouette, eine charakteristische LED-Lichtsignatur und ein aggressives Auftreten aus.
Alpine A390 (2025), il render di Motor1.com
Die Alpine A390 dürfte muskulöse Seitenlinien, große Räder (möglicherweise bis 22 Zoll) und eine stark abfallende Heckscheibe im Coupé-Stil haben. Mit einer voraussichtlichen Länge von etwa 4,50 Metern wird sie ungefähr in die gleiche Kategorie wie der Nissan Ariya fallen, mit dem sie sich die AmpR-Medium-Plattform teilt.
Geräumiger Innenraum mit moderner Technik
Das Interieur wird ein weiteres Highlight des Modells sein. Die A390 bietet Platz für fünf Personen, viel moderne Technologie und einen großzügigen Kofferraum.
Die Elektro-Architektur teilt sich das Auto neben dem Nissan Ariya auch mit den Renault-Modellen Megane E-Tech und Scenic E-Tech. Wir sollten allerdings davon ausgehen, dass es im Bereich Fahrwerk und Dynamik teils deutliche Abweichungen von den Konzern-Geschwistern geben wird, um eine Fahrperformance zu erreichen, die dem Namen Alpine gerecht wird.
Laut Robert Bonetto, Vizepräsident für Fahrzeugprojekte bei Alpine, wird der Crossover mit Fokus auf sportliches Fahren entwickelt und erhält ein Torque-Vectoring-System für eine verbesserte Fahrdynamik. Zudem hat Gilles Le Borgne, Technikchef der Renault-Gruppe, eine "Überraschung" für die Hinterachse angekündigt – was auf ein besonders fortschrittliches Allradantriebssystem hindeutet.
Alpine A390_β, il concept al Salone di Parigi
Es gibt noch keine offiziellen technischen Daten, aber es wird spekuliert, dass die A390 den 218 PS starken Frontmotor der Megane E-Tech mit einem oder mehreren Motoren an der Hinterachse kombinieren könnte, um die Gesamtleistung zu steigern. Aktuell ist das leistungsstärkste Modell auf dieser Plattform der Nissan Ariya Nismo mit 435 PS, doch Alpine könnte diese Grenze überschreiten und in der extremsten Version bis zu 600 PS erreichen.
Auch eine weniger leistungsstarke, heckgetriebene Variante mit Fokus auf Effizienz und Reichweite ist denkbar. Die Batterie könnte eine Kapazität von etwa 90 kWh haben, und das Fahrzeug wird im traditionsreichen Werk in Dieppe, Frankreich, gebaut – demselben Standort, an dem derzeit (und nur noch bis nächstes Jahr) die A110 produziert wird.
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