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Porsche 911 GT3 RS (2025): Hier fährt bereits das Facelift

Er kriegt neue Schürzen und Leuchten, aber zwingen ihn Abgasnormen zu weniger Leistung?

Porsche 911 GT3 RS Facelift (2026) Erlkönigfotos
Bild von: Automedia

Wir sind ein wenig verwirrt, denn Porsche jagt derzeit ziemlich viele Prototypen mit extrem großen Heckflügeln über die Nürburgring Nordschleife. Na gut, das letzte Mal war vor knapp fünf Monaten, als wir (aufgrund des dumpferen Klangs) den kommenden 911 GT2 RS in der Hülle eines aktuellen 911 GT3 RS vermuteten. Aber jetzt sehen wir das hier. Sieht aus wie das 911 GT3 RS Facelift.

Dabei ist der extremste Elfer aller Zeiten mit der Mutter aller Wings noch nicht mal zweieinhalb Jahre auf dem Markt. Allerdings erhielten die normalen 911er der Baureihe 992 bereits eine Überarbeitung. Sogar der "kleine" Trackday-Bruder 911 GT3 war bereits dran. Letzten Monat zeigten wir Ihnen das GT3-Facelift.

Also macht das Ganze zeitlich schon irgendwie Sinn. Aber was in aller Welt soll man an diesem unfassbar radikalen Gefährt bitte noch optimieren, ohne die Straßenzulassung einzubüßen? Nun, Porsche-GT-Chef Andy Preuninger und seinem Team wird wie immer etwas einfallen. Auf diesen brandneuen Erlkönigbildern sehen wir immerhin schon mal neue Schürzen und Leuchten an Front und Heck.

Auffällig: Bugteil und Fronthaube tragen minimal Tarnung, sehen aber eigentlich aus wie bisher. Die Heckschürze jedoch ist komplett zugespachtelt und verbirgt offenbar etwas größere Änderungen. Dazu kommt ein Diffusor, der deutlich aggressiver aussieht als beim aktuellen GT3 RS. 

Diverse andere Aero-Elemente wie die Radhausentlüftungen, die Luftleit-Elemente auf dem Dach oder der inzwischen so berühmte Heckflügel scheinen unverändert. 

Unter Umständen werden die Ingenieure an anderer Stelle noch weiter an der irren Aerodynamik des Fahrzeugs feilen, womöglich auch Mini-Optimierungen am Fahrwerk durchführen. Ein anderes heißes Thema ist der Motor. 

Bildergalerie: Porsche 911 GT3 RS Facelift (2026) Erlkönigfotos

Im derzeitigen Modell leistet der 4,0-Liter-Saugmotor 525 PS und 465 Nm. Die spannende Frage ist, ob es dabei bleibt. In der kürzlich enthüllten Modellpflege des 911 GT3, ebenfalls mit einem Vierliter-Saugboxer ausgerüstet, schaffte man es mit Ach und Krach, die Leistung von 510 PS zu halten. Das maximale Drehmoment  fiel um 20 auf 450 Nm. Schuld sind - Sie können es sich denken - schärfere Abgasvorschriften. Dabei nutzte man bereits Teile des GT3 RS-Motors, um die negative Wirkung von nun vier Kats und zwei OPFs auszugleichen. Wir werden sehen, was der GT3 RS nach dem Facelift noch anbieten kann. 

Ansonsten erwarten uns noch kleinere Änderungen im Interieur. Hier wird ziemlich sicher auch auf das nun volldigitale Instrumentendisplay des 992-Facelift zurückgegriffen. Zu einem möglichen Veröffentlichungstermin haben wir noch gar keine Informationen. Logisch wäre eine Enthüllung des überarbeiteten 911 GT3 RS Mitte bis Ende 2025.