Vergessene Studien: Nissan Primera-X Concept (1989)
Die aerodynamisch äußerst effiziente "Mutter" des Serien-Primera
Erinnern Sie sich noch an den Nissan Primera? Er wurde in drei Generationen von 1990 bis 2007 verkauft und war die Mittelklasse des japanischen Herstellers in Europa. Auch in Deutschland war der Primera recht erfolgreich, vor allem in den 1990er-Jahren.
Später wurde seine Marktpräsenz durch den immer härteren Wettbewerb in diesem Segment und das Aufkommen der ersten SUV reduziert, letztlich ersetzte ihn ab 2007 der ebenfalls in Großbritannien gebaute Qashqai. Aber wie kam es zum Primera?
Bildergalerie: Nissan Primera-X Concept (1989)
Der direkteste Vorfahre des Primera ist das Primera X Concept, auch bekannt als UV-X. Der 1989 auf der Frankfurter Automobilausstellung vorgestellte Prototyp wurde mit Blick auf den europäischen Markt entworfen und konstruiert.
Der Nissan zeichnet sich durch extrem weiche und geschwungene Formen aus, die auf einer Karosserie von 4,52 m Länge, 1,79 m Breite und 1,37 m Höhe entwickelt wurden. Dank seiner besonderen Linienführung beträgt der aerodynamische Koeffizient nur 0,25, einer der niedrigsten in diesem Jahrzehnt.
An Bord gab es jede Menge Technik, die damals noch recht futuristisch wirkte. So ist der Nissan mit Flüssigkristallfenstern ausgestattet, die sich auf Knopfdruck abdunkeln lassen, ähnlich wie bei modernen elektrochromen Panoramadächern.
Außerdem ist der UV-X eines der ersten Autos überhaupt, das mit einer Rückfahrkamera ausgestattet ist, deren Bild direkt im Rückspiegel angezeigt wird.
Unter der Haube arbeitet ein 2.0-Vierzylinder-Motor mit 150 PS und 181 Nm, mit dem das Konzept 230 km/h erreichen kann.
Die erste Generation des Serienmodells, welches leider nicht viel mit der Studie gemeinsam hatte, wurde zwischen 1990 und 1996 verkauft, aber erst mit der zweiten Generation erreichte der Primera seine größte Popularität.
Nissan Primera Limousine (1990)
Das Angebot von Nissan wurde noch breiter, und in verschiedenen Teilen der Welt wurden Sondereditionen auf den Markt gebracht. So kam 1998 in Neuseeland der SMX auf den Markt, der in Zusammenarbeit mit der Firma Stillen Sports Parts gebaut wurde. Es handelte sich dabei um eine Kleinserie mit einem 160 PS starken 2,0-Benzinmotor und einem aggressiveren Karosseriekit.
Im selben Jahr wurde in Großbritannien der Sieg in der British Touring Car Championship mit der 400 Einheiten umfassenden GTSE-Version gefeiert, die mit Azev-Leichtmetallrädern, Sportsitzen und einem Momo-Schaltknauf ausgestattet war.
Im Jahr 2001 war es Zeit für die dritte und letzte Generation, die auch mit einem 204 PS starken 2.0-Liter-Saugmotor verkauft wurde, einem der stärksten Aggregate, die je in den Primera eingebaut wurden. Es war der Schwanengesang des Modells, das aufgrund der hervorragenden Anfangsverkäufe des Qashqai nach und nach vom Markt genommen wurde.
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