Aston Martin hat den Vantage seit 74 Jahren im Programm. Die aktuelle Generation des zweitürigen GTs ist seit 2018 auf dem Markt. Nach sechs Jahren war es demnach Zeit für ein umfangreiches Update. Quasi ein XXL-Facelift mit jeder Menge Hardware-Anpassungen und einer deutlich feingeschliffeneren Optik.

Das Endergebnis dieser Änderungen ist beeindruckend. Der von Mercedes-AMG stammende 4,0-Liter-V8-Motor im Vantage leistet jetzt gewaltige 665 PS – also 155 PS mehr als im alten Standard-Modell. Das liegt nicht nur an mehr Ladedruck, sondern auch veränderten Nockenwellen, größeren Turbos und einem angepassten Verdichtungsverhältnis. Insgesamt wurden drei neue Wärmetauscher eingebaut, um sowohl die Kühlmittel- als auch die Ladelufttemperatur zu regeln. Der Ölkühler ist ebenfalls größer.

Bildergalerie: Aston Martin Vantage (2024)

Unterstützt wird der jetzt 800 Nm (+ 115 Nm) starke AMG-V8 durch das bewährte 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF, das die Kraft über ein elektronisches Sperrdifferenzial an die Hinterräder weiterleitet. Die Endübersetzung des Differentials wurde auf auf 3,083:1 verkürzt, um eine schnellere Beschleunigung zu ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit wurde trotzdem nicht beeinträchtigt. Der neue Aston sprintet also nicht nur in nur 3,5 Sekunden auf 100 km/h, sondern erreicht auch eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h. 

Der neue Vantage hat einen überarbeiteten Unterboden erhalten, der die Torsionssteifigkeit erhöht. Das Unternehmen hat außerdem einen der vorderen Querträger neu positioniert, was nach eigenen Angaben die Steifigkeit der Aufhängungspunkte erhöht und das Lenkgefühl verbessert. Auch die Federbeinstrebe ist leichter und steifer. Und Steifigkeit des Fahrwerks wurde auch im hinteren Teil des Fahrzeugs durch eine Reihe von Änderungen verbessert, die es den neuen Bilstein DTX adaptiven Dämpfern ermöglichen, noch besser zu arbeiten.

Die Software hält all diese Hardware-Änderungen zusammen. Aston Martin sagt, dass die verschiedenen Modi zur Traktionskontrolle, die Startkontrolle und die elektronische Servolenkung neu abgestimmt wurden, um mehr Leistung und Fahrereingriff zu ermöglichen. Das Unternehmen ging ausführlich darauf ein, wie all diese Systeme Daten sammeln und arbeiten, aber der wahre Test wird sein, wie sich das alles auf einer kurvigen Straße auswirkt.

Gebremst wird vorne mit 400-mm-Gusseisen-Scheiben und Sechs-Kolben-Bremszangen. Hinten kommen 360 mm große Scheiben und Vier-Kolben-Bremszangen zum Einsatz. Optional ist auch ein Satz Carbon-Keramik-Bremsen erhältlich, der 27 Kilogramm an ungefederten Massen einspart.

Optisch gibt hier unfassbar viele Änderungen. Unterm Strich sollte man sich also einfach die Bilder ansehen. Der neue Vantage ist breiter als das Vorgängermodell und die Karosserieteile wurden erheblich überarbeitet. Er ist immer noch ein zweitüriges GT-Auto mit dem Motor vorne und dem Antrieb auf die Hinterräder. Da können sich die Proportionen nur schwer ändern.

Die Auslieferungen beginnen im 2. Quartal 2024, und auch die Preise werden wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt bekannt gegeben.