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Europäer kauften 2023 mehr Toyota GR86 als Prius

Der GR Yaris war nahezu gleichauf mit dem Urvater der Hybride

Blauer Toyota GR86 (2023) im UK-Trimm

Stefan Wagner Stefan Wagner

Von: Stefan Wagner

26. Jan. 2024 um 18:01 Uhr

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Toyota hat 2023 in Europa ganz gehörig aufgetrumpft und mit 1.173.419 ausgelieferten Autos (inklusive denen mit Lexus-Emblem) einen neuen Rekord aufgestellt. Das beliebteste Gefährt der Marke auf dem alten Kontinent war wenig überraschend der Yaris Cross mit 195.569 verkauften Einheiten. 

Dem kleinen Crossover folgen die Corolla-Familie mit 166.925 Neuzulassungen sowie der C-HR mit 117.552 Einheiten. Allerdings müssen wir zugeben, dass wir ein paar andere Zahlen entdeckt haben, die wir wesentlich interessanter finden. 

Um genau zu sein, geht es um das Sportcoupé GR86. Das preiswerte Handlingwunder verkaufte sich europaweit 4.041-mal und damit deutlich häufiger als der vernunftorientierte Prius, von dem lediglich 2.755 Einheiten abgesetzt werden konnten. So klopfet euch selbst auf die Schulter, werte Enthusiasten Europas. Es geschehen noch Zeichen und Wunder. 

Aber wie konnte das passieren? Gute Frage, schließlich gab und gibt es europaweit für Käufer elektrifizierter Fahrzeuge noch immer Förderungen abzugreifen. Aber natürlich gibt es handfeste Gründe für das schlechtere Abschneiden des Prius. 

Zuerst einmal wird das neue Modell nur mehr als Plug-in-Hybrid angeboten. Den selbstladenden Vollhybrid gibt es hier nicht. Zudem startete das Modell erst im Juli letzten Jahres. 

Naja und dann ist der GR86 halt einfach ungewohnt beliebt für einen sportlichen Zweitürer. Das liegt zum einen daran, dass er unglaublich gut fährt und zum anderen, dass seine Tage so gut wie gezählt sind. Toyota hat bereits verkündet, dass das Modell Ende 2024 in Europa eingestellt wird. 

Viele glauben irrtümlicherweise, dass die üblichen Emissionsregularien dafür verantwortlich sind, aber das stimmt in diesem Fall nicht. Die Wahrheit ist nämlich noch viel bedrückender: Der GR86 hält schlicht die neuen Sicherheitsvorschriften nicht ein, die ab nächstem Jahr in Kraft treten. Diese Gesetzesänderung betrifft auch bereits gebaute Fahrzeuge, die noch nicht verkauft wurden. 

Laut den Japanern hätte das Coupé "komplett umentwickelt" werden müssen, um die härteren Gesetze einzuhalten. Das wäre nicht nur extrem kostspielig sondern würde auch "den dynamischen Charakter des Autos negativ beeinflussen". Die Europäische Union macht's mal wieder möglich. Wer hätte das gedacht.  

Man kann also davon ausgehen, dass der GR86 auch 2024 nochmal ein starkes Jahr haben wird, ehe er in unseren Gefilden endgültig vom Markt verschwindet. 

Die Verkaufszahlen von Toyota Europe zeigen außerdem, dass der GR Yaris, dessen großes Facelift wir kürzlich getestet haben, kaum Abstand zum Prius hatte. Mit 2.454 Einheiten lag der wilde Hot Hatch lediglich 301 Neuzulassungen hinter den Prii (und ja, das ist ein offizieller Plural, gewählt nach der "The Prius Goes Plural"-Kampagne von 2011). Und das obwohl im letzten Jahr etwa in Deutschland wesentlich weniger GR Yaris ausgeliefert werden konnten als Nachfrage vorhanden war. Manche Kunden warten laut Toyota Deutschland seit beinahe zwei Jahren auf ihre Pocket Rocket. 

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Etwas kleiner ging es hingegen beim Sportwagen Supra zu. Hier konnte man gerade mal 939 Exemplare unters Volk bringen. Immerhin 135 mehr als vom Waserstoff-Pionier Mirai.

Bildergalerie: Toyota GR86 (2022) im Test

Toyota

Toyota GR86 (2022) im Test

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Bild von: Fabian Grass

Quelle: Toyota Europe

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