Die globale Automobilindustrie ist so gewaltig und teilweise ziemlich unübersichtlich. Und so kommt es immer mal wieder vor, dass wir auf Fahrzeuge stoßen, die wir nicht kennen. Ein perfektes Beispiel dafür ist der Toyota Probox. Aber soll ja auch hierzulande Menschen geben, die besonders einfache Autos nach wie vor schätzen. Ohne Schnickschnack, ohne viel Technik. Bitteschön.

Toyota brachte den Probox bereit 2002 in Japan auf den Markt und führte 2014 eine aktualisierte Version ein. Der Van zielt auf den Markt für leichte Nutzfahrzeuge und nicht auf die breite Masse. Das wird deutlich, wenn man einen Blick in den Innenraum wirft und die sehr einfache Kabine sieht. Das Kombiinstrument besteht aus einem großen Tachometer mit einer kleinen Digitalanzeige darunter. Wow.

Bildergalerie: Toyota Probox (2021)

Das Armaturenbrett ist noch einfacher gehalten. Neben dem Lenkrad befindet sich eine Telefonhalterung, was für Handwerker sehr praktisch sein könnte. Ein Infotainment-System ist nicht vorhanden. Nicht einmal eine Stereoanlage ist serienmäßig an Bord. Das ist allerdings in Japan nicht ungewöhnlich, wo es bei Billigmodellen wie diesem den Besitzern überlassen wird, ein solches System nach dem Kauf des Fahrzeugs zu installieren.

Die Bedienelemente der Klimaanlage sind einfach und leicht zu verstehen. Es gibt zwei kreisförmige Felder zum Ändern der Temperatur- und Gebläseeinstellungen. Ein orangefarbenes Display zeigt die jeweilige Wahl an.

Derzeit ist der Probox mit einem 1,3-Liter-Vierzylinder mit 95 PS, einem 1,5-Liter-Vierzylinder mit 109 PS und einem 1,5-Liter-Hybridmotor erhältlich. Alle Modelle verfügen über ein CVT-Getriebe und es besteht die Wahl zwischen Front- und Allradantrieb.

Wir haben von dem Probox übrigens nur erfahren, weil Toyota gerade eine Erweiterung der Modellpalette angekündigt hat. Die neue GX-Klasse wird in Japan am  6. Januar 2022 auf den Markt kommen. Er wird über Annehmlichkeiten wie elektrische Fensterheber vorne, elektrisch einklappbare Spiegel, eine AC100V/100W-Zubehörsteckdose und Sichtschutzglas verfügen.

In Anbetracht seiner Einfachheit dürfte der niedrige Preis des Probox keine große Überraschung sein. Die Preisspanne reicht von 1,491 Millionen Yen (ca. 11.500 Euro zu aktuellen Wechselkursen) bis 2,014 Millionen Yen (ca. 15.500 Euro). Der neue GX liegt mit 1,790 Millionen Yen (ca. 13.800 Euro) in der Mitte. Diese Preise verstehen sich vor den zusätzlichen Gebühren, die bei einem Fahrzeugkauf in Japan anfallen. Bock?