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Microlino 2.0: Premiere in Genf
Die sympathische Stadt-Kabine wurde weiterentwickelt

Roland Hildebrandt 
Von: Roland Hildebrandt
26. Feb. 2020 um 19:19 Uhr
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Microlino ist wieder da: Nach dem aufwändigen Rechtsstreit mit Artega um die Rechte an dem kleinen Elektroauto Microlino zeigt die Schweizer Firma nun auf dem Genfer Autosalon 2020 (5. bis 15. März) eine weiterentwickelte Ausführung.
Schon auf dem ersten Blick sieht man: Während Artega mit der Karo Isetta voll auf Nostalgie setzt, denkt Micro das Konzept des kleinen Stadtflitzers modern weiter. Ein Hintergedanke beim Microlino 2.0 dürfte gewesen sein, sich deutlicher vom Artega-Produkt zu differenzieren. Zudem ist der Microlino in seiner bislang letzten Form auch schon gut zwei Jahre alt.
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Das neue Design, das in Genf erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird, wurde via Online-Umfrage von den über 17.000 Personen, die den City-Flitzer bereits reserviert haben, ausgewählt. "Für uns war es seit jeher wichtig, dass wir die Microlino Community so stark wie möglich in den Entwicklungsprozess integrieren können. Beim Microlino 2.0 wollen wir das noch viel konsequenter machen als zuvor", sagt Oliver Ouboter, einer der beiden Söhne von Wim Ouboter, dessen Firma Micro 2015 den Microlino ins Leben gerifen hat. "Auch in Zukunft werden unsere Kunden mitentscheiden können – etwa bei Felgen und Sitzbezügen", so Ouboter weiter.
Micro hat sich im Januar 2020 entschieden, die Fahrzeugstruktur des Microlinos komplett zu überarbeiten, um die Ansprüche an Qualität, Sicherheit und Fahrverhalten erfüllen zu können. Zudem wird das Fahrwerk komplett neu ausgelegt und die Hinterachse stark verbreitert, was die Stabilität erheblich verbessert. Der neue Elektromotor erhöht die Leistung merklich und ist gleichzeitig deutlich effizienter als die alte Version.

Der Innenraum wird geräumiger und ergonomischer. Die Lenksäule ist künftig fix und klappt sich nicht mehr nach vorne beim Öffnen der Tür, was die Sicherheit und das Lenkverhalten wesentlich verbessert. Zusätzlich erhöht die schmaler gehaltene A-Säule die Rundumsicht gegenüber der alten Version. Das Design des Interieurs wird am ersten Pressetag in Genf enthüllt.
Die grundlegenden technischen Daten sowie die Reichweite von bis zu 200 Kilometern und der Preis von 12.000 Euro verändern sich nicht. Der Produktionsstart mit dem italienischen Traditionsunternehmen CECOMP ist auf 2021 angesetzt.
Die zweite Neuheit von Micro tangiert ein neues Produktsegment. Mit der Microletta wird ein Konzept eines dreirädrigen E-Motorrollers vorgestellt. Das Design orientiert sich dabei an jenem des Microlinos und vereint Modernität mit Retro-Charme.

Die zwei Vorderräder sorgen für einen erhöhten Halt in Kurvenlagen und haben eine verbesserte Bremswirkung, die mehr Sicherheit bietet als zweirädrige Motorräder und Mopeds. Bei Stillstand an der Ampel kann der Lenkmechanismus arretiert werden, sodass der Roller von alleine steht und man mit den Füssen nicht abstehen muss. Die auswechselbaren Batterien mit über 100 Kilometern Reichweite ermöglichen ein bequemes Aufladen an einer belieben Haushaltssteckdose.
Das Fahrzeug wird in Europa als Dreirad eingestuft und kann somit trotz der Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h ohne Motorradführerschein gefahren werden – ein Autoführerschein reicht aus. Für zweirädrige Elektroroller benötigt man, anders als für benzinbetriebene, ab einer Geschwindigkeit von über 45 km/h einen Motorradführerschein, weshalb man in Europa aktuell nur wenige E-Motorroller sieht.

Auf der Internetseite des Unternehmens kann man eine unverbindliche Reservation tätigen. Der Preis wird sich auf rund 4.900 Euro belaufen. Momentan gibt es noch keine Angaben zu einem geplanten Produktionsstart, da man sich zuerst auf den Produktionsbeginn des Microlino konzentrieren will.
Ebenfalls wird ein Prototyp eines neuartigen vierrädrigen E-Scooters der Öffentlichkeit präsentiert, welcher Micro für Audi entwickeln und produzieren wird. Das Besondere an diesem Produkt ist die Lenkung durch Gewichtsverlagerung und die Möglichkeit, das Produkt mit nur einer Hand zu fahren. Technische Details werden zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekanntgegeben.
Bildergalerie: Micro-Mobility Microlino 2.0: Premiere in Genf
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