Ein 911 Speedster zum Finale

Die Generation 991 ist mit 233.540 produzierten Einheiten die bislang erfolgreichste Elfer-Reihe von Porsche. Jetzt fährt der Vorgänger des aktuellen 992 endgültig in Rente. In Zuffenhausen lief mit einem 911 Speedster das letzte Modell vom Band.

Im Jahr 2011 ging die Generation 991 mit einem der größten Entwicklungsschritte in der Geschichte des 911 an den Start. Nahezu 90 Prozent aller Bauteile waren neu konstruiert oder wesentlich weiterentwickelt. Dank der Leichtbau-Karosserie in neuartiger Aluminium-Stahl-Mischbauweise wog der neue Elfer erstmals weniger als sein Vorgänger. Hinzu kam ein Fahrwerk mit 100 Millimeter längerem Radstand und neuer, optionaler Wankstabilisierung sowie der Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC).

Im Frühjahr 2012 folgte das Cabriolet mit einer weiteren Innovation: Das sogenannte Flächenspriegelverdeck mit Magnesium-Elementen ermöglichte in geschlossenem Zustand eine bislang nicht erreichte, coupéhafte Dachwölbung. Diese Silhouette blieb selbst bei hohen Geschwindigkeiten erhalten. Ebenso spektakulär trat Ende 2012 der neue 911 Targa an. Wie der legendäre erste Targa von 1965 besaß das neue Modell den charakteristischen breiten Bügel anstelle der B-Säulen. Auf Knopfdruck konnte das vordere Dachteil jetzt aber automatisch bewegt und im Fond abgelegt werden.

Im Laufe der Zeit kamen der 911 Turbo mit der ersten aktiven Aerodynamik und den Turbomotoren mit Partikelfilter für die 911 Carrera-Modelle fort. Wie es bei Porsche üblich ist, hielt man das Interesse am 991 durch Sondermodelle und radikale Versionen am Köcheln. Mit einem auf 1963 Exemplare limitierten und exklusiv ausgestatteten Editionsmodell feierte Porsche im Jahr 2013 das 50. Jubiläum seines Kult-Sportwagens. 2016 erinnerte der 911 R mit 500-PS-Saugmotor an den gleichnamigen Rennsportwagen mit Straßenzulassung von 1967.

Letzter Porsche 911 der Generation 991

Zwei weitere puristische Sportwagen mit klassischen Vorbildern debütierten 2017: der auf Sportlichkeit getrimmte 911 T und der Hochleistungssportwagen 911 GT3 mit Touring Paket. Auch der millionste 911 fiel in die Generation 991: Das unverkäufliche Jubiläumsmodell trägt wie der erste Dienst-Elfer von Ferry Porsche die Farbe Irischgrün und ist mit Leder-Pepita-Sitzen ausgestattet. Im selben Jahr stellte die Porsche-Manufaktur die 911 Turbo S Exclusive Series mit 446 kW (607 PS) und einer Lackierung in Goldgelbmetallic vor.

Und es ging noch mehr: Mit dem 515 kW (700 PS) starken 911 GT2 RS kam im Sommer 2017 der bisher stärkste und schnellste 911 mit Rennsporttechnik auf die Straße. Das Pendant mit Saugmotor folgte wenige Monate später mit dem 911 GT3 RS und 382 kW (520 PS).

Pünktlich zum 70. Geburtstag von Porsche verkörperte der 911 Speedster den ultimativen Abschluss der Baureihe 991. Dafür stehen der 510 PS starke Vierliter-Saugmotor mit manuellem Sechsganggetriebe und Hochleistungssportfahrwerk. Der Zweisitzer ist nicht nur das letzte Derivat der Generation 991, sondern jetzt auch das letzte gefertigte Modell.

Bildergalerie: Letzter Porsche 911 der Generation 991