Rennwagen mit Methanol-Brennstoffzelle

Kennen Sie Nathalie? Wenn nicht, dann vielleicht ihren Schöpfer: Roland Gumpert, einst genialer Mastermind hinter den Audi-Rallyeautos der 1980er-Jahre. Auf dem Genfer Autosalon 2019 (noch bis zum 17. März) zeigt Gumpert jetzt einen besonderen Rennwagen namens Nathalie Race.

Die Rennversion der RG (die Initialen von Roland Gumpert) Nathalie zeichnet sich durch einen verstärkten Antriebsstrang mit 600 Kilowatt (816 PS) Leistung, einer stark verbesserten Aerodynamik sowie Modifikationen der Federung, des Bremssystems (verstärkte Rekuperation) und der Kühlung aus. Die luxuriöse Serienausstattung wurde durch eine gewichtssparende Rennausstattung ersetzt. Die Beschleunigung der Nathalie Race von 0-100 km/h bewegt sich laut Gumpert bei um die zwei Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit des Serienmodells von 300 km/h wurde nicht modifiziert.

Hintergrund der Fahrzeugentwicklung ist es, in der von der FIA genehmigten Rennserie EPCS mit der Nathalie Race an den Start zu gehen. Nach der erfolgreichen Formel E, die mittlerweile in die fünfte Saison gestartet ist und der im vergangenen Jahr gestarteten I-PACE eTROPHY soll nun mit der Tesla Model S Rennserie EPCS die nächste rein elektrische Rennserie an den Start gehen. Die Electric Production Car Series (ursprünglich Electric GT genannt) wurde von der FIA, dem Dachverband des weltweiten Motorsports, offiziell genehmigt. Offiziell gab die FIA bekannt, dass nicht nur Rennwagen auf Basis des Tesla Model S P100D teilnehmen, sondern auch andere wie der Audi e-tron oder zu einem späteren Zeitpunkt der Porsche Taycan. Mit diesen Fahrzeugen soll die Nathalie Race um den Sieg kämpfen.

Die Eröffnungssaison der EPCS wird voraussichtlich Ende dieses Jahres oder Anfang 2020 stattfinden, wobei Rennen in Großbritannien, Frankreich, Portugal, Spanien, Deutschland, den Niederlanden und einigen anderen Ländern geplant sind.

Bildergalerie: Gumpert Nathalie Race 2019