Elio-Dreirad soll Motor von Roush erhalten
Die Leistung soll sich verdoppeln, aber die Einführung verschiebt sich erneut
Seit seiner Gründung im Jahr 2009 plant der US-amerikanische Hersteller Elio Motors schon, ein Dreiradfahrzeug namens P4 auf den Markt zu bringen. Das Gefährt mit zwei Rädern vorne und einem hinten sollte einen selbst entwickelten Dreizylinder mit etwa 55 PS erhalten und damit besonders sparsam sein und mit rund 7.000 US-Dollar sehr günstig sein. Nun hat Elio offenbar seine Pläne geändert: Statt eines selbst entwickelten Motors will der in Phoenix (Arizona) ansässige Hersteller einen Moto der Firma Roush (zu der auch die Tuningschmiede Roush Performance gehört) in das Dreirad einbauen. Elio hat nun eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.
Details zu dem Motor sind noch nicht verfügbar, aber laut Elio soll er doppelt soviel Leistung bieten wie bisher geplant – also etwa 110 PS. Die Roush-Ingenieure sollen den Motor nun in einen Elio-Prototyp integrieren, und dann mit ersten Tests beginnen. Das hört sich nicht so an, als wäre der ursprüngliche Marktstart im Jahr 2018 noch zu schaffen. Dafür hat der zugekaufteMotor andere Vorteile: "Der Kauf eines OEM-Antriebsstrangs hat enorme Auswirkungen auf das Projekt, es hilft uns dabei, den Zeitplan zu beschleunigen und reduziert unseren Kapitalbedarf direkt um etwa 120 Millionen US-Dollar", so Elio-Chef Paul Elio.
Erst im Sommer 2017 musste Elio hohe Geldstrafen in Höhe von umgerechnet etwa 710.000 Euro an die Behörden in Lousiana zahlen, weil das Unternehmen keine Genehmigung als Autohersteller und als Autohändler hatte. Schon zuvor war die finanzielle Situation des Unternehmens nicht rosig. Das Jahr 2016 hatte die Firma mit einem Defizit von 24 Millionen Dollar und nur 120.000 Dollar Bargeld abgeschlossen.
Bildergalerie: Elio P5 prototype
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