Neuer Kia Ceed auf dem Genfer Autosalon 2018
Ohne Apostroph und mit Schwestermodell
Auf dem Genfer Autosalon (8. bis 18. März) präsentiert Kia den neuen Ceed. Richtig gelesen: Aus cee`d wird Ceed. Der Apostroph hinter dem zweiten „e“ entfällt und Kia verzichtet auf die Kleinschreibung. Zu den Maßen und ähnlichen Details der dritten Ceed-Generation (die zweite startete 2012) äußert sich Kia noch nicht, zeigt aber ein erstes Teaser-Bild.
Die Zeichnung zeigt schlitzförmige Scheinwerfer, eine tief nach unten gezogene Fronthaube, an die sich eine Schürze mit großen Lufteinlässen anschließt und natürlich der markentypische Grill. Der Wagen wirkt ausgesprochen sportlich. Laut Kia ist der Entwurf von der „Sportlimousine“ Stinger inspiriert, doch die Scheinwerfer und die Schürze erinnern uns mehr an die „Kia Proceed Sportstudie“ von der IAA 2017. Entworfen wurde die dritte Generation des Ceed im europäischen Kia-Designzentrum in Frankfurt. Kia verspricht moderne Technik, neue Triebwerke und ein dynamischeres und kultivierteres Fahrverhalten. Wir tippen auf den Entfall des drehmomentschwachen Saugbenziners und die Einführung eines Turbobenziners zwischen dem 1.0 T-GDI (bis 135 PS) und dem 1.6 T-GDI (204 PS), wo noch eine Leistungslücke klafft. Wenn der einzige Diesel (derzeit 136 PS) einen Nachfolger erhält, wird er wohl ein Adblue-System bekommen und die neue Abgasnorm Euro 6d-TEMP erfüllen.
Zusammen mit dem fünftürigen Grundmodell wird auf dem Kia-Stand ein weiteres Mitglied der neuen Ceed-Familie vorgestellt. Es könnte sich um einen Proceed handeln – bisher war das die dreitürige Version des Ceed, künftig könnte es sich eher um einen Shooting Brake handeln, wie er mit der IAA-Studie vorgestellt wurde. Diese Version könnte dann gleichzeitig den bisherigen pro_cee`d und den cee`d Sportswagon ersetzen.
Der neue Ceed kommt Ende des zweiten Quartals 2018 (also etwa im Juni) in den Handel. Kia betont, dass der Wagen in Europa gestaltet wurde und ausschließlich für Europa bestimmt ist – es sich also um einen „waschechten Europäer“ handelt. So wird auch der neue Name (Ceed statt cee`d) als Abkürzung für „for the Community of Europe, with European Design (für die Europäische Union, mit europäischem Design) erklärt. Das war übrigens auch bisher schon die offizielle Erklärung. Daneben wurde auch noch auf die Ähnlichkeit zum englischen Wort seed (Saat, Samen) hingewiesen.
Bildergalerie: Neuer Kia Ceed auf dem Genfer Autosalon
Auch interessant
Kia K4 Sportswagon (2026) im Kurztest: Nix für zarte Bandscheiben
Im Gelände-Boxster durch Skandinavien: Jenseits von Schweden
Kia XCeed (2026): Das Facelift im Erstkontakt (Update)
Neuer Audi A6 Allroad (2026): Offroad-Schub mit V6-TDI
Fürchtet Euch! Der Ford F-150 Raptor R (2027) kommt offiziell nach Europa
AMG mit massiver Produktoffensive: Über 27 Modelle in 36 Monaten
Nichols N1A (2026): V8-Power trifft auf 900 Kilo-Flunder