Autokauf, Diesel, Elektro: So ticken deutsche Autofahrer

Die ,Deutsche Automobil Treuhand GmbH", kurz DAT, ist dafür bekannt, umfassende Kraftfahrzeugdaten zu erheben und aufzubereiten. An der DAT beteiligt sind der VDA, der VDIK und der ZDK, also die großen Verbände der deutschen Automobilindustrie, der Importeure und der Kfz-Werkstätten. Jedes Jahr veröffentlicht die DAT eine große Verbraucherstudie, so auch 2018. Dieser DAT-Report zeigt, wie die deutschen Autofahrer ticken.

Noch immer Freude am Fahren
Und die Ergebnisse sind aufschlussreich: So lassen sich die Deutschen ihre Freude am Auto nicht nehmen. 85 Prozent der Pkw-Halter bestätigen, dass ihnen Autofahren Spaß macht. Der durchschnittliche Anschaffungspreis für einen Neuwagen lag 2017 erstmals über 30.000 Euro, nämlich bei 30.350 Euro. Für Gebrauchtwagen wurde im Mittel 11.250 Euro investiert. Umweltverträglichkeit und Verbrauch sind als Kriterien beim Neuwagenkauf weiterhin wichtig, allerdings steigt die Bedeutung der Optik.

Kaum ein Autobesitzer kauft bar
Ebenfalls interessant: 23 Prozent der Neuwagenkäufer gaben an, die Diesel-Diskussion habe ihre Entscheidung beeinflusst. Gut ein Fünftel haben den eigenen Diesel-Pkw aus Angst vor Fahrverboten und Wertverlust verkauft, zudem ist die Skepsis zur Zukunft des Diesels gewachsen. Kaufkriterium Nummer eins ist übrigens bei allen Autokäufern die Zuverlässigkeit, dann folgen Preis und Design. Gleichzeitig steigt die Zahl der Finanzierungen: Inzwischen laufen 64 Prozent aller Neuwagen über Raten, dazu kommen 17 Prozent Leasingfahrzeuge.

Skepsis beim Elektroauto
Nur drei Prozent der Neuzulassungen wiesen laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) im Jahr 2017 einen alternativen Antrieb auf. Immerhin 24 Prozent der Neuwagenkäufer haben aber einen solchen Antrieb immerhin in Betracht gezogen. Haupthinderungsgrund ist jedoch der hohe Preis, hinzu kommen Bedenken wegen zu geringer Reichweite und fehlenden Ladeoptionen. Gesetzt den Fall, es würden keine Verbrenner mehr angeboten, wäre für die meisten Kunden ein Hybrid die erste Wahl, während das reine E-Auto deutlich verliert.

Zufriedenheit mit der Werkstatt
Zu guter Letzt ein Blick auf die Werkstätten: 82 Prozent aller Pkw-Besitzer lassen nötige Arbeiten immer in derselben Werkstatt durchführen. 61 Prozent freuen sich aber bei einer großen Inspektion über eine ausführliche Dialogannahme. Das Preis-Leistungsverhältnis liegt erst auf Platz sieben bei den Gründen für die Wahl einer bestimmten Werkstatt, am wichtigsten sind die Faktoren Lage, Betreuung und Freundlichkeit.

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