Einstiegspreise ab 24.045 Euro, Steuerersparnis bis zu 514 Euro

Mit der neuen 1,9-Liter-CDTI-Ecotec-Vierzylinder-Generation für alle vier Modelle der Vectra-Familie setzt Opel seine Diesel-Offensive fort. Damit wird für die Vectra-Familie die bisherige Lücke in dem meistgekauften Segment geschlossen. Variable Mehrfacheinspritzung der zweiten Generation, variable Turbinengeometrie und ein serienmäßiger, wartungsfreier Diesel-Partikelfilter sollen die neuen Common-Rail-Turbodiesel-Motoren an die Spitze des Wettbewerbs bringen.

Nach eigenen Aussagen ist Opel in diesem Marktsegment der erste deutsche Hersteller, der einen Diesel-Partikelfilter der zweiten Generation serienmäßig anbietet. Der Vectra 1.9 CDTI sei mit einem Verbrauch von 5,8 Litern auf 100 Kilometer die sparsamste deutsche Mittelklasse-Limousine mit Partikelfilter.

Zwei Leistungsstufen: 120 PS und 150 PS
Die in den zwei Leistungsstufen 120 PS und 150 PS angebotenen 1,9-Liter-CDTI-Motoren erfüllen die Euro-4-Abgasnorm und sollen sowohl bei Leistungs- und Drehmomentausbeute als auch bei Laufkultur und Kraftstoffverbrauch neue Maßstäbe setzen. Mit einem Einstiegspreis von 24.045 Euro ist der 120 PS starke Vectra 1.9 CDTI nach Einschätzung des Herstellers die sparsamste Mittelklasselimousine aus deutscher Fertigung mit Diesel-Partikelfilter.

Drehmoment bis zu 315 Newtonmeter
Die neuen 1,9-Liter-CDTI-Ecotec-Triebwerke entwickeln ihr maximales Drehmoment zwischen 2.000 bis 2.750 U/min. Die 120-PS-Variante stellt ein Drehmoment von bis zu 280 Newtonmeter bereit, beim 150 PS starken Spitzenmodell sind es 315 Newtonmeter. Entsprechend fallen die Fahrleistungen aus: Für den Spurt von 0 auf 100 km/h vergehen weniger als zehn Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 217 km/h.

Neu entwickeltes Sechsgang-Schaltgetriebe
Das Layout der beiden CDTI-Motoren ist weitgehend baugleich: vier Zylinder, 1.910 ccm Hubraum, Turboaufladung mit variabler Turbinengeometrie und Ladeluftkühlung. Ein neu entwickeltes Sechsgang-Schaltgetriebe, das speziell auf die Motorencharakteristik abgestimmt wurde, übernimmt bei beiden Aggregaten die Kraftübertragung.

Sechsgang-Automatik ab Mitte 2004
Für komfortorientierte Kunden bietet Opel ab Mitte 2004 in Verbindung mit dem 150-PS-CDTI optional eine ebenfalls neu entwickelte Sechsgang-Automatik an.

Zwei- und Vierventiler
Der auffälligste Unterschied der beiden Varianten besteht im Zylinderkopf: Während das 120-PS-Aggregat über zwei Ventile pro Zylinder verfügt, ist der 150-PS-Motor mit Vierventiltechnik ausgestattet. In beiden Fällen sorgt das so genannte E-Gas für die Umwandlung des Tritts aufs Gaspedal in elektronische Befehle an die Einspritzanlage.

Die Treibstoffzufuhr zu den Zylindern erfolgt über ein Common-Rail-System mit bis zu 1.600 bar Druck. Dabei reduziert eine variable Mehrfacheinspritzung vor jedem Arbeitstakt Kraftstoffverbrauch, Schadstoffausstoß und Motorengeräusch.

Joint-Venture mit Fiat
Die beiden Motorvarianten basieren auf dem modernen 1,9-Liter-Common-Rail-Aggregat, das vom Powertrain-Joint-Venture zwischen der Opel-Muttergesellschaft General Motors und Fiat für verschiedene Marken entwickelt wurde. Produziert wird die neue Motorengeneration in Pratola Serra (Italien) und ab Frühjahr 2005 in Kaiserslautern.

Wie Opel-Vertriebsvorstand Dr. Uhland Burkart anläßlich der Pressevorstellung der neuen 1,9-Liter-Dieselvarianten ausführte, greift die Zusammenarbeit von General Motors mit Fiat nun verstärkt im Dieselmotoren-Bereich. So wurden bereits drei moderne Common-Rail-Aggregate eingeführt: Der kleine 1,3-Liter-Turbodiesel aus Corsa und Meriva, der 1,7-Liter-CDTI, der im Astra Anfang 2003 als erster Dieselmotor weltweit die Euro-4-Abgasnorm erfüllte und der Dreiliter-V6-CDTI aus Vectra und Signum.

Der jetzt für die Vectra-Baureihe vorgestellte 1,9-Liter-CDTI wird in der 150-PS-Version ab Herbst 2004 auch für den neuen Astra verfügbar sein.

High-Tech-Komponenten
Nach den Worten von Christian Müller, Abteilungsleiter Dieselmotoren bei der Opel Powertrain GmbH, standen bei der Entwicklung des 1,9-Liter-Aggregats drei Anforderungen im Mittelpunkt: eine dynamische Leistungsentfaltung, höchste Laufkultur und ein vorbildliches Abgasverhalten.

Beide Motorvarianten verfügen daher über moderne High-Tech-Komponenten: Ein Common-Rail-Direkteinspritzsystem der neuesten Generation mit bis zu 1.600 bar Einspritzdruck und bis zu fünffacher Einspritzung, einen Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie und Ladeluftkühlung, einen Aluminium-Zylinderkopf, eine elektronisch kontrollierte Abgasrückführung mit Wasserkühlung und bei der 150-PS-Version eine elektronisch kontrollierte Drallsteuerung. Nach Einschätzung von Opel markiert die spezifische Leistung von 150 PS aus 1,9 Litern Hubraum zurzeit die Spitze in dieser Klasse.

Innovative Abgasnachbehandlung
Mit den 1,9-Liter-CDTI-Motoren feiert das wartungsfreie Diesel-Partikelfilter-System bei Opel Premiere. Die Lösung verzichtet auf die Beimengung von Kraftstoffadditiven und vermeidet die Nachteile bisheriger Systeme. Dank eines neuartigen Regenerierungsverfahrens bleiben Kraftstoffverbrauch, CO2-Ausstoß und Leistung auf dem gleichen Niveau wie beim Betrieb ohne Filter.

Die Reinigung ist so konzipiert, dass im Zusammenspiel mit einem motornahen Vor- und einem Unterflur-Katalysator alle Abgas-Emissionen wirksam reduziert werden. Neben Rußpartikeln sind dies Kohlenwasserstoffe (HC) und Kohlenmonoxid (CO). Die Stickoxid-Emissionen (NOX) werden durch innermotorische Maßnahmen unter den Euro-4-Grenzwert abgesenkt.

Im Gegensatz zu Partikel-Filtersystemen der ersten Generation bietet die Opel-Lösung folgende Vorteile: Die Abgasnachbehandlung kommt ohne Additive aus, das System ist auf die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge ausgelegt, der Partikelfilter ist wartungsfrei und im Betrieb entstehen für die Kunden keine weitere Kosten.

So funktioniert der Opel-Diesel-Partikelfilter
Der neue Diesel-Partikelfilter besteht aus einem wabenförmigen Keramikfestkörper aus Siliziumkarbid, der von mikroskopisch kleinen Kanälen durchzogen ist. Der Abgasstrom passiert die Kanalwände, an deren Oberfläche sich die Rußpartikel sammeln.

Damit der Filter nicht verstopft, müssen die abgelagerten Partikel regelmäßig verbrannt werden. Dies geschieht durch gezielte Mehrfacheinspritzungen, die die Abgastemperatur des Motors für den Verbrennungsvorgang im Filter auf die erforderliche Zündtemperatur von 600 Grad Celsius anheben. Das Multiinjection-Einspritzsystem der 1,9-Liter-Triebwerke stellt hierfür in jedem Lastbereich die notwendige Flexibilität zur Verfügung. So arbeitet das System nicht nur unter Volllast, sondern auch im ,kalten Zustand" optimal, beispielsweise bei kurzen Stadtfahrten im Taxibetrieb.

Ein weiterer Vorteil: Die Regeneration verläuft in diskontinuierlichen Intervallen, angepasst an das jeweilige Fahrverhalten. Das heißt, die Verbrennung der abgelagerten Rußpartikel und damit die Kraftstoff-Nacheinspritzung findet immer nur dann statt, wenn im Filter durch Ablagerungen ein Gegendruck entsteht. Gesteuert wird dieser Prozess über Druck- und Temperatursensoren im Umfeld der DPF-Einheit – der Fahrer merkt davon nichts.

Künftige Entwicklungstufe: Twinturbo
Die neuen 1,9-Liter-Dieselmotoren sollen nach den Ausführungen von Opel-Vertriebschef Dr. Uhland Burkart aber nicht das Ende der Entwicklung in der Diesel-Technologie sein: Sowohl beim Verbrauch als auch bei der Leistung bestehe noch ein großes Potenzial. Mit der Twinturbo-Studie im Vectra OPC sei bereits der nächste große Schritt in der Weiterentwicklung von Turbodieseln für PKW realisiert worden. Das Triebwerk mit zweistufiger Turboaufladung entwickelt 212 PS und ein Drehmoment von 400 Newtonmetern und ist abgeregelte 250 km/h schnell. Im Jahr 2004 ist aber mit einer Markteinführung noch nicht zu rechnen.
(ph)

Preisliste




Grundpreis:  
Vectra 1.9 CDTI (120 PS) 24.045
Vectra 1.9 CDTI (150 PS) 24.845
Vectra GTS 1.9 CDTI (120 PS) 25.295
Vectra GTS 1.9 CDTI (150 PS) 26.095
Vectra Caravan 1.9 CDTI (120 PS) 25.295
Vectra Caravan 1.9 CDTI (150 PS) 26.095
Signum 1.9 CDTI (120 PS) 25.595
Signum 1.9 CDTI (150 PS) 26.395

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