Sésame öffnet sich: Aus der Kleinwagen-Studie wird der 106-Nachfolger

Gerade noch als Studie Sésame auf dem Pariser Autosalon 2002 – jetzt schon als serienreifer Winzling zu bestaunen. Obwohl ,Winzling" fast böse klingt, ,Witzling" wäre besser. Denn der neue Peugeot Kleinwagen 1007 beherbergt eine Menge pfiffiger Ideen. Da wäre zunächst einmal seine ungewöhnliche Zahlenkombination. Bei Peugeot war man der Meinung, dass der Wagen insbesondere seiner elektrischen Schiebetüren würdig sei, die neue Kennzeichnung mit vier Ziffern und Doppelnull in der Mitte einzuweihen, die den völlig neuen Modellen vorbehalten ist.

Sésame-Türen
Eine Besonderheit sind die elektrischen "Sésame"-Schiebetüren, die besonders in engen Parklücken Vorteile bieten sollen. Ein einfacher Druck auf den Betätigungsknopf der Fernbedienung und die "Sésame"-Tür gleitet zurück, ohne die Gesamtlänge des Wagens zu überschreiten. Sie gibt einen 92 Zentimeter breiten Zugang frei.

Kindersitz einfacher anbringen
Die Fahrgäste gelangen zu den Sitzen im Fond dank der ungewöhnlich nach hinten versetzten B-Säule je nach Statur entweder direkt, oder durch Umlegen der Vordersitze. Im Vergleich zu einem Zweitürer erleichtert diese zweite Möglichkeit die Anbringung eines Kindersitzes.

1,61 Meter Gesamthöhe
Der Fahrer sitzt in höher als normal. Das soll vor allem im Stadtverkehr ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit vermitteln. Ermöglicht wird die hohe Position auch durch die Gesamthöhe von 1,61 Metern – das ist in dieser Klasse ein beachtlicher Wert.

Beifahrersitz-Lehne klappbar
Der Lehne des Beifahrersitzes verwandelt sich durch Umklappen in eine Tischablage. Die beiden getrennten Rücksitze erlauben die Wahl zwischen einem Innenraum für vier Insassen und der Erweiterung des Fassungsvermögens des Kofferraums von 246 auf 416 Liter. An Bord sind zahlreiche Ablagemöglichkeiten, die das Leben erleichtern sollen: So gibt es beispielsweise ein großes Handschuhfach mit Fächern und Schubfächer unter den Vordersitzen.

Servo und automatisiertes Getriebe
Zur technischen Ausstattung des 1007 gehören eine elektrische Servolenkung und das "2 Tronic"-Getriebe, das bei den Benzinversionen angeboten wird. Das neuartige Getriebe schaltet automatisch oder kann sequenziell mit der Hand geschaltet werden.

Drei Antriebsaggregate
Zwei Benziner und ein Dieselmotor werden für den 1007 angeboten: Ein 1,4-Liter-Otto mit 75 PS und 118 Newtonmetern bei 3.400 Umdrehungen und ein 109 PS starker 1,6-Liter-Benziner mit 147 Newtonmetern bei 4.000 Touren. Als Dieselantrieb kann der 1.4-Liter-HDi mit 68 PS und 160 Newtonmetern bei 2.000 Umdrehungen geordert werden.

Bis zu sieben Airbags
Zur Sicherheitsausstattung gehören das serienmäßige ESP, bis zu sieben Airbags, Isofix-Befestigungspunkte für Kindersitze. Zu den bestellbaren Ausstattungs-Extras gehören ein Tempomat, eine Einparkhilfe, ein Regensensor, die Klimaautomatik, ein GPS-Funktelefon mit Farbdisplay und eine Hi-Fi-Anlage.

Mach ihn dir, wie er dir gefällt
Die Innenausstattung kann erstmals nachträglich geändert werden: Dank des "Caméléo"-Konzepts lässt sich der Kleine innerhalb einer viertel Stunde und ohne Werkzeug recht individuell einrichten. Gewählt werden kann immerhin aus zwölf äußerst unterschiedlichen Dekorvorschlägen.

Erst spät in 2005
Den 1007 wird es in drei Ausstattungsvarianten geben. In Frankreich kommt er im ersten Quartal 2005 auf den Markt, in Deutschland wird er wohl erst im Verlauf des zweiten Halbjahres 2005 zu haben sein.
(hd)

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