Hightech-Materialien verbessern Kratzbeständigkeit

Nach über vierjähriger Entwicklungszeit präsentiert Mercedes eine neue Lacktechnologie. Der neue Lack soll die Autos dank moderner Nano-Technologie deutlich kratzfester machen. Die E-, S-, CL-, SL- und SLK-Klasse werden als erste mit dem neuen Lack versehen. Andere Mercedes-Modelle erhalten die Nano-Lackierung ab Frühjahr 2004. Der Klarlack mit Nano-Partikeln wird sowohl bei Metallic- als auch bei Uni-Lackierungen eingesetzt.

Zwergen-Technologie für die Zukunft
Der Begriff Nano-Technologie basiert auf dem griechischen Wort ,nanos", das übersetzt ,Zwerg" bedeutet. Diese ,Zwergentechnologie" arbeitet mit Strukturen im Nanometer-Bereich, wobei ein Nanometer einem Millionstel Millimeter entspricht.

Mikroskopisch kleine Partikel bilden Netz
Der Nano-Lack enthält mikroskopisch kleine Keramikpartikel. Diese weniger als ein Millionstel Millimeter kleinen Teilchen schwimmen zunächst ungeordnet im flüssigen Klarlack. Beim Trocknen des Lackes aber vernetzen sie sich. Dabei verbinden sich die Partikel, sodass an der Lackoberfläche eine sehr dichte, regelmäßige Netzstruktur entsteht. Sie dient als Schutzschicht und macht den neuen Nano-Klarlack deutlich kratzresistenter als herkömmlicher Lack. Das soll unter anderem in Autowaschanlagen seine Vorteile haben, die bei herkömmlichen Lacken Kratzer verursachen können. Außerdem sorgen die so genannten Nano-Partikel für einen sichtbar besseren Glanz, verspricht Mercedes.

Glanz für lange Zeit
Mercedes-Benz hat auch Langzeituntersuchungen an mehr als 150 Versuchswagen durchgeführt. Auch nach mehrjährigem Einsatz ergab sich eine deutlich bessere Kratzfestigkeit und eine höhere Lackbrillanz. Gegen chemische Umwelteinflüsse ist das Material ebenfalls gefeit.
(sl)

Bildergalerie: Nano-Lack bei Mercedes